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Asbestsanierung im Kreishaus

Rendsburg Asbestsanierung im Kreishaus

Das Kreishaus an der Kaiserstraße in Rendsburg wird asbestfrei gemacht: Eine Spezialfirma ersetzt zurzeit Brandschutzklappen in Lüftungsschächten. Es habe niemals Gefahr für Angestellte und Beamte der Verwaltung sowie Besucher bestanden. Wenn die Arbeiten beendet sind, sei das Gebäude asbestfrei.

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Kerstin Wollschläger kontrolliert eine neue, asbestfreie Lüftungsklappe.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Asbest gilt als Krebs auslösend. Gefährlich sind die Fasern. Die belasteten Brandschutzklappen im Kreishaus hätten Asbest als Innenleben, umhüllt von Blech, sagten Hans-Joachim Paulsen, der Leiter des Gebäudemanagements, und seine Kollegin Kerstin Wollschläger am Mittwoch. Beim Ausbau von knapp 50 der 68 belasteten Klappen sei bisher kein einziges beschädigtes Teil aufgetaucht. Anderenfalls hätten tatsächlich Asbestfasern austreten und ins sechsstöckige Gebäude gelangen können. Bei den Sanierungsarbeiten werde die Luft ständig überwacht, ohne dass bisher Asbestfasern gemessen worden seien.

Neben Regalen mit meterweise Akten und angestaubten Büromöbeln liegt im Keller des Kreishauses der Eingang zur Baustelle, in der Handwerker die belasteten Klappen ausbauen. Der eigentliche Arbeitsbereich liegt hinter dicht schließenden Plastikplanen. Der Weg zur Baustelle führt durch eine Kabine, die als Schleuse dient. Unter einem rechteckigen Fenster ist ein Warnschild angebracht: „Achtung Sanierung – Zutritt verboten!“ Vor der Kabine liegen weiße Spezialsäcke mit ausgebauten alten Klappen. Warnhinweise auch hier.

Wunderstoff ist krebserregend

Asbest galt lange als Wunderstoff, fest aber biegsam, dazu hitzebeständig. Die Bauindustrie nutzte das Material zur Wärmedämmung, die Autoindustrie für Kupplungsbeläge, so das Umweltbundesamt. Es warnt: „Asbest ist ein eindeutig krebserregender Stoff.“ Seit 1993 sei es in Deutschland verboten, „Asbest oder asbesthaltige Produkte herzustellen, in Verkehr zu bringen oder zu verwenden“.

Schächte für Stromleitungen, Abwasser und Lüftung durchziehen das Kreishaus vom Keller bis zur Decke, sie sind bis zu fünf Meter breit und insgesamt rund 100 Meter lang, so Paulsen und Wollschläger. In den Stockwerken zweigen schmalere Lüftungsschächte ab. An den Weichen sind Brandschutzklappen eingebaut. „Die Idee ist, dass sich ein Brand nicht ausbreiten kann“, sagt der Leiter des Gebäudemanagements. Ohne die Klappen „könnte sich ein Feuer wie durch einen Schornstein verbreiten“.

Diese Woche und im Juli seien die Handwerker der Spezialfirma noch mit der Asbestsanierung des Kreishauses beschäftigt, sagt Paulsen. Danach sei das Gebäude frei von diesem gefährlichen Stoff. Seit dem vergangenen Jahr und in diesem Jahr habe der Kreis bereits asbesthaltige Brandschutztüren und -luken tauschen lassen. Die Arbeiten sind Teil der ersten Großsanierung des Gebäudes, die 2012 begonnen hat und in diesem Jahr enden soll. Eingeweiht wurde der Verwaltungsbau Ende der 1970er Jahre.

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