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Bei minus elf Grad über den Kanal

Fähre Rendsburg-Nobiskrug Bei minus elf Grad über den Kanal

Es sind neun Grad unter null. Nur mit der richtigen Kleidung können beiden Decksmänner auf den Kanalfähren Rendsburg-Nobiskrug dem Wind und der Kälte widerstehen. Acht Stunden dauert ihre Schicht.

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Decksmann Manfred Strauss öffnet die Schranke, um die Autos von der Fähre zu lassen.

Quelle: Malte Kühl

Rendsburg. „Das Schlimmste ist doch schon vorbei“, sagte Manfred Strauss, Decksmann auf der Fähre „Stolpmünde“, am Donnerstagmorgen um 9 Uhr. „Heute morgen um 6 Uhr waren es minus elf Grad und der Nebel war noch dichter.“

Manfred Strauss weist die Autofahrer auf der Fähre „Stolpmünde“ ein und bedient die Schranken. Alle paar Minuten pendelt das Schiff zwischen den beiden Kanalufern hin und her. Gerade morgens und abends nutzen viele Fahrzeuge, Fußgänger und Fahrradfahrer die Fähren am Anleger Nobiskrug.

Strauss trägt seine Kleidung in mehreren Lagen. Unter der gefütterten Winterjacke mit dem Aufdruck des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA), habe er einen dicken Pulli und noch einen weiteren dünneren Rollkragenpullover an. „Es ist wichtig, dass man obenrum warm angezogen ist“, meint der 58-Jährige, „der Winter kommt irgendwann doch durch die Kleidung. Dafür ist der Tag einfach zu lang.“ Bis 14 Uhr geht sein Dienst, sagt Strauss.

An den Füßen trägt Strauss gefütterte Winterstiefel. Die dicken Socken habe er zwar vergessen, aber das sei auch nicht so wichtig, sagt der Decksmann, dafür dürfe die lange Unterbüx nicht fehlen. Ansonsten sei ihm die Kälte egal. Er habe über 30 Jahre auf dem Bau gearbeitet, meint der Decksmann, nur regnen dürfe es nicht.

Die Decksmänner müssen nicht die ganze Schicht im Freien verbringen, sagt Jörg Winkelmann, der zuständige Außenstellenleiter vom WSA. Sowohl an Bord der Fähren als auch am Ufer gibt es beheizte Pausenräume. Zusätzlich gibt es jeweils an Bug und Heck einen Windschutz für die Decksmänner, sagt Winkelmann.

Auf der Fähre „Memel“, die parallel zur „Stolpmünde“ fährt, sitzt Mischa Schalm Donnerstagfrüh in einem der Pausenräume. Er hat die Handschuhe ausgezogen, wärmt seine Hände an der Heizung auf, die auf höchster Stufe steht. „Gelegentlich ist das wirklich nötig“, sagt der 28-Jährige. Natürlich wären ihm jetzt 20 Grad und Sonne lieber. „Die haben wir hier aber nicht so oft“, scherzt Schalm.

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