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Nur noch Brunsbüttel an Bord

Rendsburg Port Nur noch Brunsbüttel an Bord

Neue Strukturen beim Schwerlasthafen Rendsburg Port am Nord-Ostsee-Kanal: Das Unternehmen Brunsbüttel Ports GmbH hat den 50-prozentigen Anteil der HaGe Ports übernommen, die zum Kieler Landhandelskonzern Hauptgenossenschaft Nord gehört, und ist nun alleiniger Betreiber des vier Jahre alten Hafens.

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Der Schwerlasthafen Rendsburg Port hat im Sommer 2012 den Betrieb aufgenommen.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. Brunsbüttel Ports hat rückwirkend zum 1. Januar die HaGe-Anteile übernommen, teilte das Unternehmen am Dienstagvormittag in einer Presseerklärung mit. Die HaGe hatte erst Anfang des Jahres den 50-prozentigen Anteil ihrer Tochter Ahlmann-Zerssen GmbH + Co KG am Hafen übernommen. Im Dezember noch hatte HaGe-Vorstandssprecher Henrik Madsen erklärt, sein Unternehmen wolle den Anteil an der Rendsburg Port GmbH behalten.

Peter Klarmann, Geschäftsführer des Schwerlasthafen-Eigentümers, sieht den Wechsel positiv: „Wir sind überzeugt, dass sich die seit vier Jahren bestehende erfolgreiche Zusammenarbeit mit unserem Betreiber auch ohne dessen bisherigen zweiten Partner fortsetzen wird.“ Frank Schnabel, Geschäftsführer bei Brunsbüttel Ports und Rendsburg Port, verspricht: „Wir wollen mit 100-prozentigem Einsatz am Markt agieren und die Wettbewerbsposition des Rendsburg Port in der Metropolregion Hamburg und in Norddeutschland langfristig sichern.“

„Für uns als Eigentümer des Schwerlasthafens ändert sich nichts“, sagte Klaus Brunkert, der Aufsichtsratsvositzende des Eigentümers Rendsburg Port Authority. Für den Vertrag mit dem Betreiber sei es gleichgültig, ob ein oder zwei Unternehmen den Hafenbetrieb abwickeln. In der Authority sind die Stadt Rendsburg, die Gemeinde Osterrönfeld und der Kreis Rendsburg-Eckernförde zusammengeschlossen.

Brunkerts Vertrauen zu Brunsbüttel ist groß: „Wir haben Frank Schnabel und Brunsbüttel Ports als sehr gute Partner für Rendsburg Port erlebt. Die gute Zusammenarbeit mit Bögl ist ein Beispiel dafür.“ Der bayerische Betonbauer Bögl baut seit Sommer 2014 in seinem Werk neben dem Hafen Masten für Windkraftanlagen und ist einer der größten Kunden am Kai von Rendsburg Port.

Der Aufsichtsratsvorsitzende geht davon aus, dass „Schnabel und Brunsbüttel Ports ein Eigeninteresse haben, weiter Unternehmen für eine Ansiedlung anzuwerben“. Dabei geht es um ein 80 Hektar großes Gewerbegebiet in der Nachbarschaft des Hafens, auf dem sich noch keine Firmen niedergelassen haben. Das Areal ist noch nicht erschlossen.

Rendsburg Port blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2015 zurück. Mit 183 Binnenschiffen haben den Angaben zufolge 50 Prozent mehr Frachter den Hafen angelaufen als im Jahr zuvor. 2015 schaffte der junge Hafen nach eigenen Angaben einen Umschlagsrekord.

2012 bei der Eröffnung des Schwerlasthafens Rendsburg Port am Osterrönfelder Ufer des Nord-Ostsee-Kanals war die Skepsis groß. Repower hatte grade seine Zusage zum Bau einer Produktionsstätte, die für Umschlag sorgen sollte,. kassiert. Der bayerische Betonbauer Bögl war noch nicht in Sicht, seit zwei Jahren produziert nun er am Hafenrand Masten für Windkraftanlagen und sorgt für Betrieb am 300 Meter langen Kai. Zu den Großkunden zählen auch der Windanlagenhersteller Enercon und der Stromnetzbetreiber Tennet.

Das bislang schwerste Teil war im vergangenen Sommer ein 265-Tonnen-Trafo, der per Schiff kam und auf einem Schwerlasttransporter zur nahe gelegenen Umspannstation bei Schacht-Audorf rollte. Beim Schwerlasthafen sind derzeit sechs Mitarbeiter fest beschäftigt, dazu kommen nach Unternehmensangaben bis zu sechs weitere vom Mutterunternehmen Brunsbüttel Ports.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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