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Der leisere Heli kommt

Luftrettung in Rendsburg Der leisere Heli kommt

Mitte November soll der neue Rettungshubschrauber nach Rendsburg kommen. Er soll leiser, schneller und besser steuerbar sein, sagt die Deutsche Rettungsflugwacht DRF Luftrettung.

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Nur noch wenige Tage soll der alte Rettungshubschrauber fliegen.

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Rendsburg. Die Imland-Klinik in Rendsburg bekommt einen neuen Rettungshubschrauber. Die Deutsche Rettungsflugwacht (DRF) schafft ihn an. Der Helikopter hat seinen Landeplatz direkt neben dem Krankenhaus. Er sei deutlich leiser, schneller und besser steuerbar als das derzeitige Modell, versichert DRF-Sprecherin Petra Hentschel. 

Anwohner hatten sich zuletzt über Fluglärm, besonders nachts, beschwert. Die Stadt Rendsburg fürchtete Nachteile für ein geplantes Wohngebiet auf dem nahe gelegenen Gelände der ehemaligen Eiderkaserne. Der neue Hubschrauber soll ab Mitte November fliegen.

„Christoph 42“, so der Funkrufname des Helikopters, ist seit 1975 am Krankenhaus stationiert und startet nach Angaben von Petra Hentschel seit zwölf Jahren zu Nachtflügen. Damit sei er der einzige von drei Rettungshubschraubern im Land, der täglich 24 Stunden einsatzbereit sei. Die DRF hat einen zweiten Rettungsflieger in Niebüll stationiert, ein weiterer der Bundespolizei in Siblin in Ostholstein. 

Nachts sei der Hubschrauber landesweit unterwegs. Ziel sei es, mit dem Notarzt schnellstmöglich vor Ort zu sein. Dabei lande „Christoph 42“ jedoch nur an ausgewählten Stellen. Es gebe im Einsatzgebiet 43 erkundete und ausgeleuchtete Landeplätze, erläutert Petra Hentschel. Bei unbekannten Landestellen sei die Sicherheit der Hubschrauberbesatzung nicht garantiert. „Sicherheit geht vor“ sei oberstes Gebot. Tagsüber umfasst das Einsatzgebiet des Rendsburger Hubschraubers die Kreise Rendsburg-Eckernförde, Dithmarschen, Nordfriesland und Schleswig-Flensburg. 

Das Personal im Rettungshubschrauber leistet in medizinischen Notsituationen erste Hilfe. Häufig fahren die Patienten dann mit einem Krankenwagen in die Klinik. Im vergangenen Jahr wurde „Christoph 42“ zu 1565 Einsätzen gerufen, davon 129 nachts. Der Rettungshubschrauber ist auch im Einsatz, um Patienten von einem Krankenhaus in ein anderes zu fliegen.

Der Lärmpegel des neuen Hubschraubers ist nach DRF-Angaben geringer. Zurzeit starte „Christoph 42“ mit 90,6 Dezibel, künftig hebe er mit 88 Dezibel ab. Heute fliege er mit durchschnittlich 240 Kilometern pro Stunde, künftig mit 245. 

Der Kreis Rendsburg-Eckernförde hat vor einem Jahr mit der DRF einen neuen, fünf Jahre laufenden Mietvertrag über die Rettungsstation neben dem Krankenhaus abgeschlossen. Die Rettungsflugwacht hatte den Kauf des neuen Helikopters spätestens zu Anfang 2017 versprochen. Die Maschine koste acht Millionen Euro, erklärte DRF-Sprecherin Hentschel.

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