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Feuerwehr kentert, Unternehmer siegen

Canal Cup Feuerwehr kentert, Unternehmer siegen

Spannung pur beim Canal Cup 2016: Beim Rennen der Drachenboote errang der Unternehmerstammtisch Fockbek im Rendsburger Kreishafen den Sieg. Die Feuerwehr aus dem Rendsburger Vorort aber ging baden, ihr Boot kenterte und DLRG-Helfer zogen die Paddler aus dem Nord-Ostsee-Kanal.

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Die Fockbeker Feuerwehr geht baden beim Drachenbootrennen. DLRG-Helfer ziehen die Paddler aus dem Wasser.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Sie nennen sich „Energiebündel“, „Nobiskrüger“, „Burgdrachen“ oder schlicht „Unternehmerstammtisch Fockbek“. Acht Mannschaften aus der Region Rendsburg traten an diesem Sonnabendnachmittag zum Drachenbootrennen über die 250 Meter lange Stecke im Rendsburger Kreishafen an.

Der Deutschlandachter hat den 16. Canal Cup in Rendsburg gewonnen mit 38,08 Minuten.

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Die Sonne knallt auf den Kanal, während die mit zehn Paddlern besetzten Drachenboote durch das Wasser pflügen. Eine Duftmischung aus Donuts, Mutzenmandeln, Bratwurst, Burger und Fischbrötchen liegt über dem Kreishafen, wo hunderte Besucher in T-Shirts und mit Sonnenbrillen auf der Nase zwischen den alten Kränen und Lagerhäusern flanieren.

Eine tausendstel Sekunde trennt

„Seid Ihr gut drauf“, brüllt die Steuerfrau in einem Drachenboot. „Jaaa“, schreit die Mannschaft aus zehn Kehlen zurück. Inzwischen sind die Vorläufe vorbei. Und aus den Lautsprechern dröhnt Start me up von den Stones, während drei Mannschaften aus der Region ihre Drachenboote zum Finale an den Startsteg paddeln. Eigentlich sollte es ein Duell geben. Aber nach dem Zeitbesten, dem Unternehmerstammtisch Fockbek, trennt nur eine tausendstel Sekunde das Team der Sparkasse Mittelholstein von den Paddlern des technischen Services der Schleswig-Holstein Netz AG, die Hauptsponsor des Canal Cups ist.

Also machen sich drei Boote auf die Strecke. Schon nach ein paar Schlägen ins Wasser setzen sich die Fockbeker Unternehmer ab und bringen einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg mit nach Hause in den Rendsburger Vorort. Kaum sind sie aus dem Wasser, paddeln auch schon elf Feuerwehren aus dem Land um einen Platz im XXL-Drachenboot für 50 Recken.

Feuerwehr gibt auf

Dann gegen 16.10 Uhr eine Schrecksekunde: Das Boot der Fockbeker neigt sich bedenklich zur Seite und kentert. Zehn Feuerwehrleute fallen ins mit 19,5 Grad angenehm temperierte Wasser des Nord-Ostsee-Kanals. Sofort sind DLRG-Helfer mit Rettungsbooten zur Stelle und ziehen die Fockbeker aus dem Wasser. Die sind bedient und geben auf. So kommen alle restlichen zehn Feuerwehrmannschaften in eines der beiden XXL-Drachenboote. Am Ende siegt das Schiff mit Paddlern aus Alt Duvenstedt, Bünsdorf, Flensburg, Lensahn und Nübbel.

An diesem Sonntag erreicht der Canal Cup mit dem Rennen der vier Internationalen Achter aus Deutschland, den Niederlanden, Polen und den USA seinen Höhepunkt. Die 12,7 Kilometer lange Regatta von Breiholz zur Rendsburger Hochbrücke startet gegen 14 Uhr. Die ARD überträgt sie live. Im Rendsburger Kreishafen läuft der Wettkampf über die Videowand an der NDR-Bühne. Die Regatta gilt als „härtestes Ruderrennen der Welt“.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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