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Natur aus zweiter Hand

Kreis-Mülldeponie Natur aus zweiter Hand

Stück für Stück wird die alte Mülldeponie des Kreises Rendsburg-Eckernförde bei Alt Duvenstedt Geschichte. Die Abfallwirtschaftsgesellschaft AWR hat den zweiten Teil der Renaturierung beendet. Noch zwei Bauabschnitte folgen. Dann ist der Deckel endgültig voraussichtlich Anfang bis Mitte nächsten Jahrzehnts drauf.

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 Mit Gras- und Kräutersamen lässt die AWR die Mülleponie bei Alt Duvenstedt besprühen.

Quelle: Reinhard Klan

Alt Duvenstedt. Weitere 43.000 Quadratmeter der Deponie sind rekultiviert, sagte AWR-Geschäftsführer Ralph Hohenschurz-Schmidt am Montag. Dichtungen, Drainage und Erde sind in dem Bereich am Rand der Halde auf dem Müll verteilt worden. Das habe ein Jahr gedauert. Der aus mehreren Schichten bestehende Deckel sei gut zwei Meter mächtig. Zum Abschluss lässt die AWR jetzt ein Gemisch aus Gras- und Kräutersamen auf die Oberfläche sprühen, damit diese grün wird. Rund 4,5 Millionen Euro hat diese Natur aus zweiter Hand gekostet.

Insgesamt ist damit der zweite Abschnitt der Rekultivierung abgeschlossen. Nun hat die Deponie auf mehr als der Hälfte ihrer Fläche einen grünen Deckel. Zwei weitere Bereiche sollen folgen. Die Renaturierung eines rund drei Hektar großen Gebiets soll im Frühjahr kommenden Jahres beginnen und bis Herbst 2016 fertig sein, kündigt Hohenschurz-Schmidt an. Dann fehle noch ein rund vier Hektar großer Bereich. Anfang bis Mitte des kommenden Jahrzehnts rechnet der Geschäftsführer mit dem Abschluss der Arbeiten.

Insgesamt 2,2 Millionen Tonnen Haus- und Gewerbemüll liegen auf der Anfang der 1980er Jahre politisch heftig umstrittenen Halde, die als Kreismülldeponie im Jahr 1982 offiziell auf einer Fläche von gut 16 Hektar in Betrieb ging. Neben Abfällen aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde kippten Lkw hier nach einer Übersicht der AWR auch zehn Jahre lang Müll aus den Kreisen Schleswig-Flensburg, Stormarn und Lauenburg sowie aus der Stadt Flensburg ab. Im Mai 2005 hat die AWR die Mülldeponie geschlossen. 

Wenn die Renaturierung fertig ist, soll auf der alten Kippe eine Landschaft aus drei Hügeln mit Wiesen und Büschen entstehen. Wann die ersten Spaziergänger über die Halde laufen können, sei noch ungewiss. Das könne noch Jahrzehnte dauern. Es sei soweit, wenn die Deponie kein Müllgas mehr in ihr unterirdisches Rohrleitungssystem abgebe.

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