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1,85 Millionen fürs Schullandheim auf Föhr

Kreis Rendsburg-Eckernförde 1,85 Millionen fürs Schullandheim auf Föhr

Für 1,85 Millionen Euro will der Kreis Rendsburg-Eckernförde sein ehemaliges Schullandheim in Wyk auf Föhr an die Lindhorst Gruppe in Niedersachsen verkaufen.

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Das ehemalige Schullandheim in Wyk auf Föhr liegt 200 Meter vom Strand entfernt.

Quelle: hfr

Rendsburg/Wyk. Der Kreistag hat den Verkauf des ehemaligen Schullandheims an die Niedersachsen jetzt beschlossen. Der Vertrag ist noch nicht unterschrieben. Ein Entwurf liegt vor. Das Unternehmen will das Haus auf Föhr als Ferienheim für seiner Mitarbeiter aus dem Bereich der Seniorenpflege nutzen, hat es dem Kreis gegenüber angekündigt. Die Lindhorst Gruppe selbst wollte den Kauf am Dienstag gegenüber dieser Zeitung nicht bestätigen. 

Warum Rendsburg-Eckernförde das ehemalige Schullandheim verkauft? Der Kreis brauche die Immobilie nicht für sich, sagt Bauamtsleiter Martin Kruse. „Die Aufgabe des Kreises ist nicht, Gebäude zu verpachten.“ Das bezieht sich auf jüngste Geschichte. 

Der Kreis hat das Haus 2007 für zehn Jahre an den Bielefelder Jugendreisen-Veranstalter Ruf vermietet - seit damals unverändert für 60000 Euro im Jahr. Nachdem der Kreis jetzt den Verkauf angekündigt hat, hat Ruf den Pachtvertrag gekündigt.

Es habe acht Kaufinteressenten gegeben, erklärt Bauamtsleiter Kruse. Die Spanne habe zwischen 1,2 und 1,85 Millionen Euro gelegen. Nach Informationen dieser Zeitung hat auch Ruf geboten, aber nicht genug. 

Das Höchstgebot kam von Lindhorst Gruppe, die ihren Sitz in Winsen an der Aller hat. Der Familienbetrieb besteht nach eigenen Angaben aus rund 100 Gesellschaften und beschäftigt bundesweit mehr als 1000 Mitarbeiter. Unter anderem betreibt die Gruppe Seniorenresidenzen. 18 solcher Häuser mit rund 1500 Betten hat sie in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Bremen.

Der Kreis sehe derzeit keinen akuten Sanierungsbedarf am früheren Landheim, versichert Kruse. Die Substanz sei in Ordnung. Es gebe keine Schäden, die schnell behoben werden müssten.

Als ehemaliges Inselgymnasium entstand der schlichte Backsteinbau mit Walmdach 1909 rund 200 Meter vom Nordsee-Strand entfernt. Der Kreis hat das Gebäude 1982 dem Land abgekauft und für 6,2 Millionen DM zum Schullandheim umgebaut. Im Herbst 2005 war Schluss mit den Klassenreisen auf die Insel. Der Kreis bot das Haus seinerzeit auf seiner Internetseite für 4,3 Millionen Euro an. Zeitweise war ein Hamburger Makler eingeschaltet, der das Gebäude als potenzielles Vier-Sterne-Hotel verkaufen sollte.

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