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Staatsanwalt: Keine Urkundenfälschung

Ermittlungen gegen Kämmerer Staatsanwalt: Keine Urkundenfälschung

Teilentlastung für Herwig Schröder, den Kämmerer der Stadt Rendsburg. Der Beamte sah sich zwei Vorwürfen ausgesetzt: Untreue und Urkundenfälschung im Zusammenhang mit Grundstücksgeschäften an der Straße Tanneck am Stadtrand.

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Herwig Schröder ist Kämmerer der Stadt Rendsburg.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Wegen des Vorwurfs der Urkundenfälschung wird die Staatsanwaltschaft Kiel kein Ermittlungsverfahren einleiten, sagte Oberstaatsanwalt Manfred Schulze-Ziffer. Es gebe keine Anzeichen für eine Straftat und damit auch keinen Anfangsverdacht, der zu einem Ermittlungsverfahren führen würde. Wegen des Vorwurfs der Urkundenfälschung habe eine private Strafanzeige vorgelegen, sagte Schulze-Ziffer.

Es ging dabei um einen Grundstückspachtvertrag. Schröder soll versucht haben, einen Vertrag mit einem Anrainer rückwirkend und abseits des Dienstweges aufzulösen. Das entsprechende Schreiben sollte mutmaßlich ohne offiziellen Posteingangsstempel bei ihm persönlich landen. Darauf ließ sich der Anrainer aber nicht ein.

Auch der Vorwurf der Untreue gehe auf eine Anzeige zurück, berichtete der Oberstaatsanwalt. Der Vorwurf laute, Schröder habe Grundstücke am Tanneck unter Wert verkauft. In der Sache ermittle die Staatsanwaltschaft weiterhin. Nach wie vor gelte aber für Schröder „natürlich die Unschuldsvermutung“.

Schröders Anwalt, Dr. Michael Gubitz aus Kiel, erklärt in einer schriftlichen Stellungnahme auf der Internetseite seiner Kanzlei: "Der ursprünglich erhobene Vorwurf der Urkundenfälschung ist absurd. Er ist weder durch die in der Öffentlichkeit verbreiteten Informationen noch durch die tatsächlichen Geschehnisse zu begründen." Auch der Vorwurf der Untreue entbehre "bei einem Blick auf die Fakten jeder Grundlage". Es habe keinen Grundstücksverkauf unter Wert gegeben. Nach einem Aktenvermerk der Stadt Rendsburg habe der Gutachterausschuss des Kreises den Wert der Grundstücke in Höhe des späteren Verkaufspreises taxiert. Weiter sei ein von der Stadt beauftragter Gutachter im vergangenen Jahr zum Ergebnis gekommen, dass Schröder anstandslos gehandelt habe.

Schwere Vorwürfe gegen Schröder im Zusammenhang mit der Tanneck-Sache kamen erstmals im Februar auf. Sie kamen von Bewohnern der Siedlung und dem Rendsburger Ratsherrn Fritjof Wilken.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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Rendsburg
Foto: Herwig Schröder ist seit 2009 Kämmerer der Stadt.

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