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Pendelverkehr ab 7 Uhr

Ersatzfähre für Rendsburg Pendelverkehr ab 7 Uhr

Pünktlich sollen die Kinder aus Osterrönfeld zu ihren Schulen in Rendsburg kommen. Deshalb soll die ständige Fähre über den Nord-Ostsee-Kanal ab 7 Uhr ablegen. Ab Anfang übernächster Woche soll sie zwischen Kanal-Café am Südufer und Wilhelmstraße am Nordufer acht Stunden lang pendeln.

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Die "Falckenstein" war Anfang Juni an einem Tag im Einsatz.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. Die ständige Fähre soll die seit Anfang Januar mit Totalschaden ausgefallene Schwebefähre ersetzen. Sie soll in der Nachbarschaft zum Fußgängertunnel über den Kanal kreuzen. Den Tunnel nutzen schon heute viele Schüler auf dem Weg nach Rendsburg. 

Am Runden Tisch im ersten Stock des Rendsburger Rathauses haben sich am FreitagKommunalpolitiker aus der Region und Vertreter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts (WSA) Kiel-Holtenau sowie der Bonner Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt auf den Fahrplan für die schwimmende Ersatzfähre geeinigt. Sie soll außerhalb der Schulferien montags bis freitags von 7 bis 15 Uhr pendeln. Das entspräche einer Schicht für den Schiffsführer. Die restliche Zeit läge die Fähre im Hafen des WSA-Betriebshofs an der Rendsburger Blenkinsopstaße. Als erster Betriebstag sind der 11. oder 12. Juli im Gespräch. Vertreter der Kanalverwaltung haben erneut einen schnellstmöglichen Start zugesichert, sagten Teilnehmer der Runde. Das WSA wollte sich   am Freitag nicht äußern, die Behörde kündigte eine offizielle Erklärung der Bonner Direktion für die nächsten Tage an.

Vertragspartner des WSA ist die Kieler Schlepp- und Fährgesellschaft mit den Schleppern „Falckenstein“ und „Kitzeberg“. Für den Vertrag mit der Firma hat die Behörde schon eine Blaupause aus einer Ausschreibung vom Frühjahr. Damals ging es um eine Ersatzfähre zur gelegentlichen Entlastung des Fußgängertunnels. Danach muss die Bundesbehörde jetzt damit rechnen, dass ihr rund 2400 Euro pro Einsatztag in Rechnung gestellt werden.

Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast begrüßte die Vereinbarung mit den Behörden des Bundesverkehrsministeriums: „Da hat man sich in Berlin gut bewegt. Wir wollten immer einen verlässlichen Ersatzverkehr. Wir sind überzeugt, dass der Bedarf da ist.“ Osterrönfelds Bürgermeister Bernd Sienknecht meinte, die Vereinbarung sei „ein erster Schritt“. Auch in den Sommerferien solle die Fähre pendeln, das ist derzeit nicht vorgesehen. Er appellierte, die Region müsse jetzt „den Druck aufrecht erhalten“.

Die Rendsburger Schwebefähre hat seit ihrer Kollision mit einem Frachter Totalschaden. Sie liegt inzwischen auf dem WSA-Gelände in der Rendsburger Blenkinsopstraße. Der Bund hat einen Neubau mit moderner Steuertechnik zugesichert, der mindestens zwei Jahre dauere.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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