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30 Jahre voller Überraschungen

Bahnhofsmission 30 Jahre voller Überraschungen

Seit 30 Jahren arbeitet Eva-Maria Meiske in der Bahnhofsmission Rendsburg. Oft hilft die 76-Jährige Reisenden und Bedürftigen mehrmals in der Woche. Die Arbeit sei sehr interessant und mache Spaß, sie wisse nie, was sie erwarte.

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Eva-Maria Meiske hilft einer Reisenden in den Zug.

Quelle: Malte Kühl

Rendsburg. Vor 30 Jahren habe eine Bekannte aus ihrer Kirchengemeinde gefragt, ob sie ehrenamtlich bei der Bahnhofsmission helfen würde. Seitdem ist sie dabei. Man begegne hier menschlichen Schicksalen, habe aber auch Glücksmomente, sagt die Helferin, beispielsweise wenn sich die Menschen bedanken, denen sie gerade geholfen habe.

Einige Geschichten sind ihr dabei in guter Erinnerung geblieben. So habe sie einmal zwei Kindern geholfen, die alleine mit dem Zug unterwegs waren und ihren Ausstieg in Neumünster verpasst hatte, erläutert Eva-Maria Meiske. „Als erstes hab ich bei der Bahnhofsmission in Neumünster angerufen, damit die Mutter weiß, dass es ihren Kindern gut geht“, sagt die 76-Jährige. Dann musste sie dafür sorgen, dass die beiden nach Neumünster kommen. Eine Geschichte mit Happy End.

Einstiegshilfe, eine Tasse Kaffee oder ein aufmunterndes Wort: Das Tagesgeschäft in der Bahnhofsmission ist vielseitig. Besonders ältere Reisende fragten häufig nach der Hilfe der Ehrenamtler, erläutert Eva Meiske. Direkt nach dem Fahrkartenkauf kämen sie zur kleinen Station im unteren Teil des Bahnhofes und teilten ihren Reisetermin mit. Das sei sehr praktisch, sagt die Leiterin der Bahnhofsmission, Ilona Bötel. So werde den Reisenden an jeder Station geholfen.

In Rendsburg herrscht derweil eine freundliche Atmosphäre. Gerade sind drei Männer angekommen und holen sich einen Kaffee sowie eine kleine Stärkung ab. Mit freundlichen Worten übergibt Eva-Maria Meiske das heiße Getränk. Die Dankbarkeit bei den Männern ist deutlich zu spüren.

„Die Bahnhofsmission in Rendsburg hat mir wirklich geholfen“, sagt Michael Skada, der einige Jahre in Hamburg auf der Straße lebte. Als er nach Rendsburg zurückkam, war die Bahnhofsmission eine seiner ersten Anlaufstellen. Nun habe er bereits eine Wohnung. Aber der Kaffee sei hier immer noch sehr gut.

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