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Er hat ein Auge aufs Nordkolleg

Rendsburg Er hat ein Auge aufs Nordkolleg

Der Name steht fest: Lorenz Schulz soll die Finanzen beim Nordkolleg in Rendsburg unter Kontrolle behalten. Er ist der ehemalige Inhaber der Bäckerei-Kette Backeria, die vormals Sehestedter Backstube hieß.

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Lorenz Schulz.

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Rendsburg. Die Stadt Rendsburg und auch der Kreis Rendsburg-Eckernförde hatten die Kontrolle gefordert. Grund war ein erneutes 198000-Euro-Defizit beim Nordkolleg im vergangenen Jahr, das Kreis und Stadt mit 132000 Euro beziehungsweise 66000 Euro ausgleichen sollen. Der Kreistag hat schon zugestimmt, die Ratsversammlung soll im Juli folgen.

Der Anspruch an Schulz ist hoch. Der Kreis erwarte, dass das Nordkolleg schon für dieses Jahr keinen Nachschlag braucht, sagte Thilo Rohlfs, der Leitende Kreisverwaltungsdirektor, am Montag. Der laufende Jahreszuschuss von 61000 Euro des Kreises müsse reichen. Von der Stadt bekommt das Nordkolleg einen weiteren Zuschuss von 30500 Euro.

Schulz habe „betriebswirtschaftliche Kompetenz“, sagte Marion Herdan aus Molfsee, die Aufsichtsratsvorsitzende beim Nordkolleg. Damit sei die Kernkompetenz für die Aufgabe „zweifelsohne gegeben“, erklärte sie.

„Das Nordkolleg braucht den frischen Blick von einer völlig unbelasteten Person“. Schulz solle „kritisch einzelne Einnahme- und Ausgabepositionen hinterfragen“.

Lorenz Schulz bringe auch „einen gewissen Idealismus“ mit, meinte Marion Herdan, die auch Kreistagsabgeordnete und stellvertretende Landrätin ist. Er habe eine Nähe zu Kulturthemen. So sei Schulz engagiert in der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen auf Schloss Gottorf in Schleswig.

Es gehe beim Nordkolleg jetzt nicht um Arbeitsplatzabbau oder Gehaltskürzungen. „Solche Dinge stehen überhaupt nicht zur Diskussion.“ Marion Herdan sagte: „Die Mitarbeiter sind hochmotiviert und engagiert. Es wird schon am Limit gefahren. Die Personaldecke ist dünn gestrickt.“

Der Kreis sieht Schulz’ Aufgabe beim Nordkolleg als „Verstärkung der Geschäftsführung im betriebswirtschaftlichen Bereich“, sagte Rohlfs. Er solle beim Aufstellen des jährlichen Wirtschaftsplans helfen, die Budgets überwachen, das Berichtswesen weiterentwickeln und für Kommunikation mit den Hauptgesellschaftern Kreis und Stadt sorgen.

Schon 2013 benötigte das Nordkolleg 159000 Euro als Nachschlag von Kreis und Stadt. Das hatte für Verärgerung gesorgt. Denn: Seit der Kapitalaufstockung 2011 sollte das Haus solche Hilfen eigentlich nicht mehr brauchen.

Das hohe Defizit kam im vergangenen Jahr nach Informationen dieser Zeitung überraschend. Noch Ende 2014 haben die Zahlen den Angaben zufolge viel besser ausgesehen.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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