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20 Jahre Hospiz-Förderverein

Rendsburg 20 Jahre Hospiz-Förderverein

Mit einem Festakt in der Christkirche hat der Förderverein des Rendsburger Hospizes Haus Porsefeld am Montagabend sein 20-jähriges Bestehen gefeiert. „Einfach sich kümmern“, ist der Antrieb für das Engagement der 691 Mitglieder, sagt Christine Söffge, die Vereinsvorsitzende.

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Am Rand der Rendsburger Innenstadt liegt das Hospiz Haus Porsefeld, umgeben von historischen Gebäuden und Grünflächen.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Das vor 20 Jahren gegründete Haus Porsefeld als letztes Zuhause für Sterbende war das erste Hospiz in Schleswig-Holstein. Nahezu zeitgleich gründete eine Gruppe um den ehemaligen Sparkassen-Direktor Dieter Lange und den früheren Propst Hans Jochims den Förderverein. „Von ihrer Arbeit profitieren wir heute noch“, sagt Christine Söffge.

Die ehemalige Ratsfrau steht seit zwei Jahren an der Spitze des Vereins, der mit seinen Mitgliederbeiträgen und eingeworbenen Spenden ehrenamtliche Hospiz-Helfer ausbildet oder den Wintergarten im Haus Porsefeld mit Klavier, Sitzecken und Vitrine gemütlich macht. Alleine durch Mitgliedsbeiträge kommen jährlich rund 40000 Euro zusammen, erklärt die Rendsburgerin. „Wir wollen es den Kranken hier so schön wie möglich machen“, meint die Vereinsvorsitzende.

Wie sie selbst zu dem Verein gekommen ist? Der erste Schritt war die Pflege ihrer kranken Mutter in deren Wohnung „bis zum Tod“, erzählt Christine Söffge. „Ich habe jeden Tag nachgeschaut wie es ihr geht.“ Nach dem Tod der Mutter vor fünf Jahren habe sie eine Auszeit gebraucht. Vor zwei Jahren schließlich seien Vertreter des Fördervereins auf sie zugekommen, ob sie die Leitung übernehmen könne.

Alte Kontakte helfen

„Ich war wieder so weit, dass ich gesagt habe, ich kann mich in diesem Bereich engagieren. Wenn es mir gut geht, muss ich mir überlegen, wo und wie ich helfen kann. Was kann ich der Gesellschaft zurückgeben? Ich will mich einfach kümmern. Ich kann meine Kontakte einsetzen für diese gute Sache.“ Die Verbindungen stammen zum Teil aus der jahrelangen Arbeit der ehemaligen Sozialdemokratin in der Ratsversammlung.

Die nächsten Aufgaben für den Förderverein sind schon da, erklärt Christine Söffge. Das Haus Porsefeld brauche eine neue Küche. Oder ein Vordach neben dem Wintergarten, damit die Bewohner noch draußen sitzen können, wenn die beiden Sonnenschirme demnächst wieder eingepackt werden. Und: „Es geht darum, den Menschen die letzten Wünsche zu erfüllen. Es gibt Patienten, die gerne nochmal an den Kanal wollen.“ Der Förderverein bezahlt dann den Ausflug. „Vielleicht möchte der Mensch auch ein Stück Torte essen, so wie früher.“

Die Zahl der Vereinsmitglieder stagniere bei unter 700. Die meisten seien Menschen, „die uns nahe stehen“, beispielsweise als Angehörige oder Freunde von Patienten, die ihre letzten Tage und Wochen im Haus Porsefeld verbracht haben.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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