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Fußgängertunnel statt Schwebefähre

Rendsburg Fußgängertunnel statt Schwebefähre

Nach der Havarie der Schwebefähre müssen Schüler auf dem Weg nach Rendsburg auf den Fußgängertunnel unter dem Nord-Ostsee-Kanal ausweichen. Mehrere Hundert nahmen diesen Weg an diesem Montag früh. Es kam zu kurzen Wartezeiten an den Rolltreppen. Aber der Andrang war nicht viel größer als sonst, sagte ein Pendler.

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Schüler müssen jetzt auf dem Weg nach Rendsburg auf den Fußgängertunnel ausweichen. Per Rolltreppe geht es in die Tiefe.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Noch ist es finster gegen 7 Uhr. Die ersten Schüler schieben ihre Fahrräder auf der Rendsburger Seite des Fußgängertunnels von der Rolltreppe, steigen auf und fahren in die Stadt. Zwei Arbeiter streuen Salz am Eingang zur Röhre Tausalz. Denn die Betonplatten sind glatt. Derweil werden es immer mehr Schüler, die mit der fast 56 Meter langen Rolltreppe kommen. Die meisten wollen zum Helene-Lange- oder Herdergymnasium.

Unter ihnen ist ein 15 Jahre alter Osterrönfelder, der am anderen Ende des Dorfes wohnt und die neunte Klasse der Herderschule besucht. „Für mich ist es keine große Umstellung“, sagt der Junge nach dem Ausfall der Schwebefähre. Er nehme ohnehin oft den Weg durch den Tunnel. Das gehe schneller, er spare sich Wartezeiten an der Fähre, wenn diese Schiffe passieren lassen muss, bevor sie ablegt.

Es sei auf den Rolltreppen nicht viel mehr Andrang als an anderen Tagen, sagt ein Mann, der mit seinem Rad zur Arbeitsstelle in Rendsburg fährt. Und jetzt im Winter „haben sie es für einen Moment lang warm hier“, wenn die Schüler durch den Tunnel fahren, statt auf der zugigen Schwebefähre zu stehen.

Bei einer Kollision mit einem Frachter wurde die Schwebefähre, die an der Eisenbahnhochbrücke hängt,   am Freitag schwer beschädigt. Sie liegt jetzt am Osterrönfelder Ufer des Nord-Ostsee-Kanals.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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Foto: Mit Bauzaun und Vorhängeschloss ist der Anleger der Schwebefähre am Osterrönfelder Ufer des Nord-Ostsee-Kanals gesichert.

Noch ist nicht klar, ob die Schwebefähre wieder repariert werden kann oder mit Totalschaden verschrottet werden muss. „Wir gehen derzeit von einem Millionenschaden aus“, sagte Matthias Visser, Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamts Kiel-Holtenau.

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