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Wartungstag im Fußgängertunnel

Rendsburg Wartungstag im Fußgängertunnel

Motor, Getriebe, Stahlseile, Umlenkrolle, Türen: Einmal im Monat stehen die beiden Aufzüge im Rendsburger Fußgängertunnel still, weil Techniker sie warten. Das ist auch nötig. Denn jeder Lift legt monatlich 600 Kilometer zurück - mindestens. An diesem Donnerstag war wieder Kontrolle.

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Jochen Steen hilft auf der Rolltreppe zum Fußgängertunnel und hält das Fahrrad einer Rendsburgerin fest.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. Erik Pahl steht auf dem Dach des Fahrstuhls, in der Hand die Fernbedienung für den Lift. Der Fahrstuhl steht am Rendsburger Ende des Fußgängertunnels, im Keller sozusagen. Die Schiebetür bleibt geschlossen, für Radfahrer und Fußgänger ist der Aufzug gesperrt, während Pahl ihn langsam nach oben steuert. Der beim Wasser- und Schifffahrtsamt angestellte Elektriker prüft dabei die sechs Stahlseile, Aufhängung, Schalter an den Türen, Kupplung, Bremse. Der Handwerker ist immer wieder fasziniert, wenn er über Motor und Getriebe der Anlage spricht: „Solide, alte Technik.“

Für Radfahrer und Fußgänger bedeutet solch ein Wartungstag: Stundenlang müssen sie vormittags und nachmittags auf die Rolltreppen ausweichen. Nur wenn früh morgens und am Mittag Schüler den Tunnel stürmen, fährt der Fahrstuhl zur Entlastung.

Während Pahl zusammen mit dem Spezialisten einer Fachfirma den Fahrstuhl auf der Nordseite untersucht, steht Jochen Steen am Ende der Rolltreppe. Er trägt eine grün-gelbe Warnweste. „Er steht zur Unterstützung da und achtet auf die Sicherheit“, sagt Matthias Visser, der Sprecher des Wasser- und Schifffahrtsamts (WSA). Steen ist wortkarg aber hilfsbereit. Und so schnappt sich der Mann das Fahrrad einer Rendsburgerin, die erkennbar ängstlich auf die Rolltreppe zugegangen ist. Steen hält das Rad fest, die Frau hat beide Hände frei. Sicher geht es nach unten. Auf dem Rückweg nach oben hat der Security-Mann schon wieder ein Fahrrad übernommen.

Solche Hilfsbereitschaft entzückt WSA-Sprecher Visser. Aber er schränkt ein: Einen Anspruch gebe es nicht. Während die Fahrstühle wegen der Wartung gesperrt sind, sind die Sicherheitsleute an den Rolltreppen postiert. Steen teilt sich den Job auf der Rendsburger Seite des Fußgängertunnels mit Dieter Sesterhenn.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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