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Räumungsverkauf in Galerie Speicher

Kunsthandel Räumungsverkauf in Galerie Speicher

In der Kunstszene in Rendsburg ist Galerist Karl Heinz "Kuddel" Stender seit 25 Jahren eine Institution. Ende September schließt der Kunsthändler seinen Laden im Stegengraben, einer engen Seitengasse in der Innenstadt von Rendsburg. Die Kosten sind ihm über den Kopf gewachsen: Räumungsverkauf.

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Zum Schluss ist Räumungsverkauf: Galerist Karl-Heinz "Kuddel" Stender schließt seinen Speicher im Stegengraben.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Abstraktes, Gegenständliches, Surreales: "Kuddel" Stender handelt seit 25 Jahren mit Bildern und Skupturen in der Rendsburger Innenstadt. Wer einen Kunstdruck brachte, bekam in Stenders Werkstatt den Rahmen nach Wunsch millimetergenau angepasst. Wer dazu einen Rat brauchte, bekam ihn. "Kuddel" half, Kunst von Kitsch zu unterscheiden, den Wert eines Werks zu beurteilen. "Ich habe nie Kitsch verkauft". Kam ein Kunde mit einem solchen Bild und wollte einen Rahmen dafür, "habe ich die Schnauze gehalten" und Leisten angefertigt. "Ich habe meinen Laden immer als Gemischtwarenladen in Sachen Kunst bezeichnet."

"Bin Opfer der maroden Innenstadt"

Ende September ist Schluss damit. Stender räumt seinen 350 Quadratmeter großen Laden mit seinen verwinkelten Räumen, verteilt auf zwei Stockwerken in einem Altbau. Die Kosten seien ihm davon gelaufen. Die Laufkundschaft habe gefehlt. "Ich bin Opfer der maroden Innenstadt." Auch Touristen fänden nicht zu ihm in die enge Seitenstraße zwischen Fußgängerzone und Parkhaus. "Ich habe die letzten Jahre zu viel Geld reingesteckt, um weiter machen zu können. Das macht keinen Sinn mehr."

Bis zum 30. September ist nun Räumungsverkauf. Noch hängen die Wände voll mit Bildern. "Hauptsache, die Masse kommt weg", meint der 65 Jahre alte Kunsthändler und lockt mit "deutlich reduzierten Preisen".

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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