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Bei der Mathe-Olympiade weit vorne

Rendsburg Bei der Mathe-Olympiade weit vorne

Wo andere verzweifeln, ist Hayk Soghomonyan in seinem Element. Der 16-Jährige Gymnasiast aus Rendsburg nimmt mit Erfolg an Mathe- und Physik-Olympiaden teil - dabei lebt er erst seit zwei Jahren hier. Nun hat der junge Armenier sich für die Bundesrunde der Mathematik-Olympiade qualifiziert.

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Hayk Soghomonyan: Mathe und Physik sind seine Welt.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. Aufgaben unter Zeitdruck zu lösen, ist für ihn doppelte Herausforderung. Denn Hayk geht erst seit zwei Jahren in Deutschland zur Schule. „Das größte Problem ist, dass ich die Aufgaben mehrmals lesen muss, um sie zu verstehen“, sagt er. „Bei langen Textaufgaben wird dann die Zeit knapp. Genau wie wenn ich den Lösungsweg erläutern und ein Wort noch extra erklären muss, weil es mir gerade nicht einfällt.“ Der deutschsprachige Mathe-Unterricht falle ihm leicht, auch wenn er in der Heimat noch nicht alles behandelt hat, was hier gelehrt wird. „Anderes haben wir dafür intensiver gemacht.“ Gewöhnungsbedürftig seien hier nur die mündlichen Noten, die es am Ende des Halbjahres gibt.

Bevor sein Vater nach Rendsburg zog, um hier an der Augenklinik zu arbeiten, ging Hayk in Armenien auf eine Spezialschule mit den Schwerpunkten Mathe und Physik. „Als ich in die siebte Klasse kam, habe ich mich dafür entschieden, weil ich sowieso die Schule wechseln musste“, erzählt er, der in Deutschland zwei Stufen tiefer eingeschult wurde und inzwischen in die elfte Klasse geht. „Durch die Spezialschule wurde mein Interesse an Physik und Mathe geweckt. Dafür bin ich sehr dankbar.“

Sein Talent für die Naturwissenschaften brachte ihn 2013 bei der internationalen Astronomie-Olympiade auf den dritten Rang. Nach dem Umzug nach Deutschland kam er zunächst aufs Rendsburger Helene-Lange-Gymnasium, wechselte dann aber wegen des Physik-Profils an die Herderschule. „Mich fasziniert, dass man alles durch Physik erklären kann. Und dass es viele Dinge gibt, die noch nicht erklärt sind. Und ohne Mathe funktioniert Physik eben nicht“, erklärt er sein Interesse an beiden Fächern. Besonders begeistern kann er sich für Geometrie-Aufgaben.

Dieses Jahr hat er die Aufgaben für die erste Runde der Physik-Olympiade, die in der Freizeit gelöst werden müssen, zeitlich nicht geschafft, fürs nächste Jahr hat Hayk sich aber hohe Ziele gesteckt. „Ich glaube, ich könnte die internationale Runde erreichen“, sagt er. Das Ziel: Dort seine Freunde aus der Schule in Armenien wiedertreffen, denn die kommen erfahrungsgemäß weit in diesem Wettbewerb. An den Olympiaden nimmt er auch teil, weil er sich von seinen Urkunden die Chance auf ein Studium am Massachusetts Institute of Technology in den USA erhofft. „Wenn das nicht klappt, würde ich gerne in Zürich an der Eidgenössische Technische Hochschule studieren.“ Doch erst einmal geht es im Juni nach Jena, wo in diesem Jahr die Bundesrunde der Mathe-Olympiade stattfindet.

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