19 ° / 7 ° heiter

Navigation:
Bremse für die Feuerwehr

Haushalt für 2016 Bremse für die Feuerwehr

Die Schulden der Stadt Rendsburg sollen Ende 2016 einen Rekord von 53 Millionen erreichen. Bei der neuen Feuerwache will die Stadt sparen. 4 Millionen sollen nach dem Haushaltsentwurf der Verwaltung langen. Das Werk „ist knapp auf Kante genäht“, sagte der Finanzausschussvorsitzende Klaus Brunkert (CDU) am Freitag.

Voriger Artikel
Bagger rollen fürs Breitband
Nächster Artikel
Seniorentreff, Kino, Pizzeria?

Deckel drauf: Der Umbau der Feuerwache soll nicht mehr als 4 Millionen Euro kosten.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Diese Zahl ist leicht zu merken: 66,6 Millionen Euro sollen im Haushalt der Stadt im kommenden Jahr sein. Damit Einnahmen und Ausgaben ausgeglichen sind, soll die Stadt 3,6 Millionen Euro an Krediten aufnehmen. 3,1 Millionen sollen vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt gehen. Das entspreche „den gesetzlichen Anforderungen“, sagt Bürgermeister Pierre Gilgenast. Den Haushaltsentwurf der Verwaltung hat Alexander Söbbing von der Kämmerei im Rathaus vor wenigen Tagen an die Politiker verschickt.

Auffällig: Die Verwaltung deckelt den Neubau der zu engen Feuerwache an der Herrenstraße mit 4 Millionen Euro, verteilt auf die Jahre 2017 und 2018. „Das ist erstmals ein Deckel, das ist eine Zielplanung“, sagte der Finanzausschussvorsitzende Brunkert. An Planungskosten für die neue Wache hat die Verwaltung 200000 Euro für 2016 vorgesehen. Sollten 4 Millionen reichen, wäre das ein drastischer Einschnitt. Noch vor einem Jahr nannten Gutachter aus Bayern Kosten von bis zu rund 10 Millionen. Das hatte bei den Politikern für einen Preisschock gesorgt.

Zum Haushaltsentwurf der Verwaltung sagt Brunkert: „Es ist eine brauchbare Beratungsgrundlage mit einigen Risiken.“ So habe er Zweifel, dass die für Personalkosten vorgesehenen 16,2 Millionen Euro reichen. Der Betrag entspricht der aktuellen Zahl fürs laufende Jahr. Womöglich seien auch die Einnahmen von 14,5 Millionen Gewerbesteuern „zu optimistisch“.

Ihren Beitrag zum Ausgleich des Haushalts sollen auch Spielhallen und Stadtwerke leisten. Die Stadtwerke sollen eine Million vom Gewinn abgeben, gut 80000 Euro mehr als dieses Jahr. Die Einnahmen aus Spielhallen-Steuern sollen um 450000 Euro auf 1,25 Millionen steigen.

Nach Beratungen in den Ausschüssen soll die Ratsversammlung den Haushalt am 17. Dezember verabschieden.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3