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Historisches Museum Rendsburg Einmaliger Überblick

Einen bislang nie gezeigten Überblick über 350 Jahre Militärgeschichte in der Stadt präsentiert das Historische Museum im Hohen Arsenal in Rendsburg. Titel: Zeig’ dich, Soldat! Die Unterzeile lautet: Schätze unter Verschluss. Denn die Militaria sind sonst weggeschlossen im Magazin unterm Dach des Hauses.

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Udo Jäger vom Historischen Museum richtet eine Uniform. In der neuen Ausstellung sind alle Militaria des Hauses zu sehen.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. In Regalen und auf dem Boden liegen auf der Sonderausstellungsfläche des Museums mal hinter Glaswänden, mal hinter Bauzäunen Messer, Klappspaten Kanonenkugeln, Mützen von norwegischen, englischen und deutschen Soldaten, daneben stehen Gewehre. Bunte Schulterklappen sind in der einen Vitrine, Orden in der anderen. An Wänden hängen Gasmasken und ein Teil eines „Transall“-Flügels. Dazu zeigt das Museum Uniformen von Dänen, Briten und der Wehrmacht.

Museumschef Dr. Martin Westphal will klar machen, dass er mehr Platz braucht. Es geht ihm um die ehemalige Kfz-Halle auf dem nebenan liegenden Gelände der ehemaligen Eiderkaserne. Sie steht seit Jahren leer. In die 700 Quadratmeter große Halle sollen nach der Vorstellung des Historikers die Maschinen seines Druckmuseums ziehen. Sie stehen derzeit gleich hinter Kasse und Café im Erdgeschoss des Hohen Arsenals.

Nach dem Auszug der Druck- und Setzmaschinen könnte Westphal die Stadtgeschichte völlig neu sortieren. Er hätte eine Ausstellungsfläche von 1600 Quadratmetern, verteilt auf zwei Geschosse des Hohen Arsenals. Bisher nimmt die Stadtgeschichte nur den ersten Stock ein. Fest integriert wären dann 350 Jahre Garnisonsgeschichte als „ein Riesenschwergewicht“ des neu sortierten Museums. „Das wäre der Königsweg.“

„Wir kommen an einer Erweiterung nicht vorbei“ betont der Historiker. „Das ist die erste politische Ausstellung, die wir machen.“ Die neue Schau soll die Politiker in der Ratsversammlung aufrütteln. „Die Politik soll sich erneut mit dem Thema beschäftigen.“ Denn die ehemalige Kfz-Halle gehört der Stadt.

Bisher hat Westphal Helme, Orden, Uniforme und Waffen aus der Garnisonsgeschichte im Magazin seines Hauses in Stahlregalen und -schränken „stehend, liegend, hängend“ aufbewahrt. So eng einsortiert wirkte das Material noch überschaubar. Scheinbar. Westphal: „Wenn man das ausbreitet, ist man platt. Das ist selbst uns so gegangen. Da sieht man, dass wir doch ein bisschen mehr haben als zwei Helme.“

Seit Jahren kämpft Westphal um Platz für die Militärgeschichte Rendsburgs – immer wieder unter Zuhilfenahme leer stehender Gebäude auf dem Gelände der ehemaligen Eiderkaserne. Nachdem sich zuletzt der Bauausschuss in diesem Sommer gegen einen Teilumzug des Historischen Museums in die Kfz-Halle entschieden hatte, kündigte Westphal an, er könne Teile der aktuellen Ausstellung abbauen und im Magazin einlagern und den verbleibenden Rest stauchen, damit Platz für die Militärgeschichte sei. „Es wird eng“, sagte er damals. „Das können wir vergessen“, meint er heute, er müsste zu viel aussortieren.

„Zeigt dich, Soldat! – Schätze unter Verschluss“: Ausstellung bis 14. Februar; geöffnet ist das Museum, Arsenalstraße 2-10, dienstags bis freitags 10-8 Uhr, sonnabends und sonntags 10-17 Uhr.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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