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In den Eingeweiden der Eiderkaserne

Rendsburg In den Eingeweiden der Eiderkaserne

Uniformen, Fotos, Zeitungsausschnitte und Schilder, die an Rendsburg als Standort des Nato-Stabs Landjut und des Fernmeldebataillons 610 erinnern: Lars Mischak bereitet zurzeit eine Ausstellung über die Eiderkaserne vor. Die Suche nach Spuren führt den Historiker auch in Eingeweide der Eiderkaserne.

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Museums-Volontär Lars Mischak auf Spurensuche in den Eingeweiden der ehemaligen Eiderkaserne.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. Einen weißen Bauhelm auf dem Kopf, eine Taschenlampe in der Hand, Schuhe mit festen Sohlen an den Füßen, unterm Arm Lagekarten vom Gelände der ehemaligen Eiderkaserne nur ein paar Schritte entfernt vom kopfsteingepflasterten Paradeplatz in Rendsburg: Vorbei an Baustellengittern strebt Lars Mischak zum Hintereingang eines roten Backsteingebäudes, das sichtlich heruntergekommen ist: Eingeschlagene Scheiben, verwitterte Fensterrahmen. „Offizierheim“ steht in messingfarbenen Großbuchstaben auf einem Schild an der Seitenwand des Baus gleich hinterm noch erhaltenen Kasernenzaun.

Mischak ist Volontär beim Historischen Museum im Hohen Arsenal. Seine Zeit dort endet im Sommer. Mit einer Ausstellung ab Mitte Juli verabschiedet er sich dann vom Museum. Thema: Die Eiderkaserne. Die Besucher will er dann auch in verborgene Welten führen, die Zivilisten zu Zeiten der Bundeswehr unzugänglich waren. Deshalb steigt Mischak mit Bauhelm, Taschenlampe und Lageplan eine schmale Treppe hinab in die Katakombe des heruntergekommenen roten Backsteingebäudes. Dort findet er die Kellerbar des ehemaligen Offizierheims und daneben eine lange Röhre. Kaum zu erkennen, dass das ein Schießstand war.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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