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Kreis: Wir sahen das nicht kommen

Höhenkontrolle am Kanaltunnel Kreis: Wir sahen das nicht kommen

Der Kreis Rendsburg-Eckernförde hat jetzt große Hinweistafeln auf die neue Höhenkontrolle am Rendsburger Tunnel im weiten Umkreis angeordnet. Die sechs Stellen sind so gewählt, dass zu große Lkw rechtzeitig abbiegen können. Adressat der Anordnung ist das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt.

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Dieses unauffällige Schild am oberen Rand des großen, orangefarbenen Wegweisers warnt zurzeit noch an der B 77 hinter Jevenstedt vor der neuen Höhenkontrolle.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Unterdessen steht die vorübergehende Öffnung der alten Weströhre bevor. Seine Behörde strebe sie zu Ende Oktober an, sagte Sönke Meesenburg, Leitender Baudirektor beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA), am Donnerstag .

Große Tafeln an sechs Stellen

Die neuen Warntafeln vor der Höhenkontrolle sollen nach Angaben von Andreas Brück von der Kreisverkehrsaufsicht an diesen Stellen stehen:

  • Bundesstraße 77 nördlich von Rendsburg, Höhe Kropperbusch.
  • Fockbeker Chaussee in Rendsburg vor den Zufahrten auf die Bundesstraße 77.
  • Bundesstraße 203, von Eckernförde kommend, vor der Autobahnauffahrt. 
  • „Panzerstraße“ Nähe Eiderpark und Seemühlen-Nord in Rendsburg.
  • Bundesstraße 77 in Fahrtrichtung Norden kurz hinter Jevenstedt.
  • Bundesstraße 202 aus Kiel kommend, nach dem Ende der Autobahn und vor der Hochbrücke. Hier können zu hohe Lkw über die neue Brücke Höhe Schwerlasthafen umdrehen und zur Autobahn zurück fahren. 

Weiterhin müsse das WSA die vier jetzigen, aus Sicht des Kreises zu kleinen Hinweisschilder im näheren Umkreis des Tunnels gegen große Tafeln austauschen, sagte Brück. „Das sollte erst mal reichen“, meinte der Beamte. Warum nicht gleich so? „Wir haben die Probleme nicht kommen sehen“, entschuldigte Brück. Er gestand ein, dass der Kreis als Verkehrsaufsicht für die Anordnung der großen Tafeln im Vorfeld zuständig gewesen wäre.

Die Anordnung des Kreises „setzen wir um“, sagte Sönke Meesenburg vom WSA am Donnerstag. Der Auftrag für die neuen Tafeln „ist umgehend rausgegangen“. Wann sie aufgestellt werden, sei noch unklar, „weil die Schilder erst angefertigt werden müssen“.

20 Zentimeter Toleranz

Seit der Öffnung der neuen Oströhre im Rendsburger Kanaltunnel Anfang Oktober gibt es die elektronische Höhenkontrolle, sie löste in den ersten Tagen immer wieder aus, lange Staus auf den Zufahrten waren die Folge, im Kreuzfeuer der Kritik stand das WSA.

Lkw und Zugmaschinen, die vier Meter überschreiten, dürfen nicht in den Tunnel fahren. Das galt schon immer. Neu war nur die Höhenkontrolle, die sie stoppt und gleichzeitig den übrigen Verkehr anhält. Tatsächlich gaben die Lichtschranken von Anfang an über die vier Meter hinaus wenige Zentimeter Toleranz. Zuletzt ließ die Behörde sie vor einer Woche nochmals höher justieren, auf jetzt 4,20 Meter, sagt Meesenburg. Anfangs wollte die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung nicht die genaue Einstellung verraten. Denn die Fahrer sollten nicht in Versuchung geführt werden, den Spielraum bis zum Limit auszunutzen.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
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