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Kalt, staubig, laut

Baustelle Kanaltunnel Kalt, staubig, laut

Zwei Nachtschichten liegen hinter den Arbeitern in der alten Weströhre des Kanaltunnels. Die schmalen Wege am Fahrbahnrand sind abgebrochen, der Asphalt fast komplett abgefräst, von den Wänden ist die Hälfte der Brandschutzplatten abgeschraubt. Auf der Baustelle ist es kalt, staubig und laut.

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Der Fahrbahnbelag ist abgefräst, die Hälfte der Brandschutzplatten von den Wänden abgeschraubt: Die Sanierung der Weströhre ist im Gange.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Vertreter der Kanalverwaltung und der Baufirma haben an diesem Mittwoch die Medien zum Abstieg in die Weströhre eingeladen. Sie wollen der Öffentlichkeit beweisen: Die Arbeit geht voran. Bis zu 60 Handwerker arbeiten in diesem Jahr täglich in der Röhre, versicherte Henning Schrewe, Technischer Direktionsleiter der Firma Züblin, die unter anderem für die Abbruch- und Betonarbeiten zuständig ist. Von montags bis sonnabends werde in zwei Schichten gearbeitet, von 6 bis 22 Uhr, wenn nötig und möglich auch nachts.

Anfang 2020 soll die Sanierung des Tunnels fertig sein. „Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir das in diesem Zeitfenster erledigen“, erklärte Schrewe. Hans-Heinrich Witte, der Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt sagte: „Die Region hat drei Jahre vor sich, die nicht leicht sind. Wir haben alles getan, um termingerecht zu bauen.“

Die Großsanierung hat Mitte 2011 begonnen und sollte ursprünglich Ende 2013 fertig sein. Mit inzwischen 80 Millionen Euro soll sie dreimal so viel kosten wie zunächst angekündigt. Der Aufwand sei auch dreimal so groß, betont die Kanalverwaltung.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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