21 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Verkauf verzögert sich

Imland-Seniorenhäuser Verkauf verzögert sich

Der geplante Verkauf der drei Imland-Seniorenhäuser in Eckernförde, Jevenstedt und Nortorf an die Diakonie verzögert sich. Wichtige Fragen für die Absicherung der gut 200 Angestellten sind noch offen. Insider halten es mittlerweile auch für möglich, dass die Verhandlungen platzen.

Voriger Artikel
Viele Berufe ausprobieren
Nächster Artikel
So sehen Sieger aus

Das Imland-Seniorenhaus in Nortorf steht auch auf der Verkaufsliste.

Quelle: Malte Kühl

Rendsburg. Im Dezember hatte die Imland GmbH angekündigt, dass sie ihre defizitären Seniorenhäuser an das Diakoniewerk Kropp und die Diakonie Altholstein verkaufen will. Ein Wertgutachten sollte den Preis ermitteln. Den April nannte Imland-Geschäftsführer Hans-Markus Johannsen seinerzeit als frühestmöglichen Termin für einen Kaufvertrag.

„Zum 1. April kann es nichts mehr werden“, sagte Wolfgang Hauschildt, Finanzvorstand beim Diakoniewerk Kropp und Vertreter der Käuferseite, am Donnerstag. Realistisch könne ein Abschluss zum 1. Juli sein. Er könne aber auch einen Termin im Herbst nicht ausschließen. „Die Verhandlungen sind ausgesprochen konstruktiv.“ Es gebe aber noch wichtige offene Fragen.

Das Wertgutachten liegt teilweise vor, sagt Thorsten Schulz, Aufsichtsratsvorsitzender der Imland GmbH. Dazu kommt womöglich der Preis für die Absicherung der gut 200 Angestellten. Den müsste entweder die Diakonie zahlen, oder der Kreis könnte ihn als alleiniger Imland-Gesellschafter übernehmen. Die Gewerkschaft Verdi stellt Forderungen, die zu einer hohen Summe führen könnte. Denkbar seien „mehrere Millionen“, sagte der Imland-Aufsichtsratsvorsitzende Schulz.

„Diese Summe ist viel interessanter als der Wert beziehungsweise der Kaufpreis der Immobilien“, meint ein Insider. Entsprechend schwer seien die Verhandlungen. Ein Scheitern sei nicht ausgeschlossen. „Das will ich nicht hoffen“, sagt Aufsichtsratsvorsitzender Schulz. „Ein guter Vertragsabschluss, der die Interessen der Mitarbeiter wahrt, ist möglich. Darauf arbeiten wir hin.“ Ein Entwurf liege vor, aber: „Rechtsfragen sind noch offen“.

Und Verhandlungen mit Verdi seien noch nötig. Die Gewerkschaft will verhindern, dass die Angestellten Einschnitte beim Gehalt und bei der Altersversorgung hinnehmen müssen. Der von Verdi anfangs geforderte Gestellungsvertrag scheint ausgeschlossen. In dem Fall wären die Mitarbeiter Angestellte von Imland geblieben, sie hätten auch zum Kreis wechseln können. Womöglich müsste der Kreis der Diakonie dann aber Jahr für Jahr eine Millionensumme an Umsatzsteuern abnehmen, sagte Schulz.

Die Alternative wäre ein Überleitungsvertrag. Die Diakonie würde die Angestellten der Seniorenhäuser zu Imland-Bedingungen übernehmen – künftige Gehaltserhöhungen inklusive. Hauptfrage: Wie lange soll das gelten?

Verdi-Bezirksgeschäftsführerin Ute Dirks erklärt: „Wir werden nicht akzeptieren, dass die Beschäftigten einen Verlust erleiden. Das ziehen wir durch.“ Diakonie-Vorstand Wolfgang Hauschildt: „Wir werden in diesen Tagen mit Verdi in Verhandlungen gehen.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

THW-Liveticker!

Alle THW-Spiele live
online verfolgen. Mit
dem THW-Liveticker

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3