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Rekorddefizit von 3 Millionen

Imland GmbH im Rendsburg Rekorddefizit von 3 Millionen

Die Imland GmbH mit ihren beiden Krankenhäusern in Rendsburg und Eckernförde sowie drei Seniorenhäusern hat im vergangenen Jahr ein Rekorddefizit gemacht: fast 3 Millionen Euro. Kein Grund zur Sorge, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende Thorsten Schulz. Für 2017 sei eine „schwarze Null in Sicht“.

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Das ehemalige Kreiskrankenhaus in der Lilienstraße in Rendsburg gehört zur Imland GmbH.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Arbeitsplätze seien nicht in Gefahr, sagte Schulz: „Es ist kein Personalabbau geplant.“ Dennoch wolle die Imland GmbH auf lange Sicht Personalkosten sparen und Reinigung, Speiseversorgung sowie Logistik in eine Tochtergesellschaft ausgliedern. Diese würde neuen Angestellten dann niedrigerem Löhne zahlen.

Bitter war schon die Zahl fürs Jahr 2014. Da meldete die Imland GmbH erstmals ein Defizit - 1,9 Millionen Euro. Tatsächlich hätte die Bilanz da schon viel dramatischer aussehen können, sagt Schulz. Nämlich mit einem Minus von knapp 5 Millionen, die GmbH habe diese Zahl aber durch eine 3-Millionen-Euro-Entnahme aus Rückstellungen drücken können.

Das neuerliche Defizit führt Schulz in erster Linie auf nicht vorhersehbare Effekte zurück. So müsse die GmbH aufgrund neuer Rechtsprechung Rückstellungen für Sozialversicherungsbeiträge in der Bilanz einbauen. Weiter müsse die GmbH die Baukosten für einen Containeranbau am Rendsburger Krankenhaus über einen kürzeren Zeitraum abschreiben, was in den einzelnen Jahren zu höheren Beträgen führe, die die Bilanz belasteten. Ohne diese beiden Effekte würde das Minus für das vergangene Jahr bei einer Million Euro liegen.

Ein Drittel des 2015-er Defizits falle auf die drei Seniorenhäuser in Eckernförde, Jevenstedt und Nortorf. Die Imland GmbH will sie an das Diakoniewerk Kropp und die Diakonie Altholstein verkaufen. Die Verhandlungen laufen. „Ich rechne mit einem Verkauf noch in diesem Jahr“, sagt der Aufsichtsratsvorsitzende. Unter dieser Bedingung sei die „schwarze Null“ für 2017 erreichbar. Dann soll es weiter aufwärts gehen: „Wir wollen ab 2018 positive Zahlen, damit wir dauerhaft investieren können.“ Fürs laufende Jahr rechne er aber noch mit einem Minus von einer Million.

Andere Zahlen sind positiv. So haben die beiden Krankenhäuser nach den Worten von Schulz im vergangenen Jahr deutlich mehr Patienten behandelt: Die Kliniken nahmen gut 35000 Menschen stationär auf, was ein Plus von drei Prozent sei; etwa 61000 Patienten wurden ambulant behandelt, plus 3,6 Prozent. Unter anderem habe das onkologische Zentrum deutlich mehr an Krebs erkrankte Menschen ambulant versorgt. Er stehe zu den Kliniken in Rendsburg und Eckernförde, sagte der Aufsichtsratsvorsitzende: „Wir wollen den Menschen in der Region eine bestmögliche Versorgung vor Ort garantieren.“

Gleichzeitig investieren die Kliniken, um attraktiver zu werden. Unter anderem in ein Labor für Herzoperationen und in die Radiologie. Eckernförde solle in einem Jahr eine geriatrische Tagesklinik mit zwölf Plätzen öffnen - komplett finanziert vom Land. In Rendsburg stehe der Bau einer zentralen Notaufnahme für 250000 Euro, alleine finanziert von der Imland GmbH, sowie der Bau eines neuen Operationszentrums an.

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