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Jobcenter soll ins Eiderschlösschen

Rendsburg Jobcenter soll ins Eiderschlösschen

Die Stadt Rendsburg will das Eiderschlösschen auf dem Gelände der ehemaligen Eiderkaserne an einen Investor aus Bielefeld verkaufen, der es an das Jobcenter vermieten will. Die Rede ist von 615.000 Euro. Die Entscheidung traf jetzt die Ratsversammlung in geheimer Sitzung.

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Das Eiderschlösschen war vor 110 Jahren das erste Gebäude in der Eiderkaserne.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Die Mehrheit der Politiker war für den Verkauf. Es gab aber auch massive Kritik an der geplanten Nutzung der Immobilie durch die Hartz-IV-Behörde. So stehe das Eiderschlösschen im Eingangsbereich zu dem geplanten hochwertigen Stadtteil für rund 500 Menschen. Die Kunden des Jobcenter könnten Interessenten, die hier wohnen wollen, abschrecken.

Die Behörde ist zurzeit im Gebäude des ehemaligen Finanzamts in der Rendsburger Ritterstraße, im Orwi-Gebäude am Thormannpatz sowie bei der Agentur für Arbeit an der Gerhardstraße untergebracht. Hauptstelle ist die Ritterstraße. Diese ist nicht barrierefrei, es gibt keine Aufzüge und in den Fluren befinden sich Treppenabsätze. Offensichtliche Ziel des Jobcenter mit seinen rund 100 Mitarbeitern ist die Konzentration an einem Standort.

Gerhard Seibert, Leiter des Jobcenters, wollte am Montag nicht Stellung nehmen. Das Jobcenter suche einen neuen Standort, bestätigte er lediglich. Es gebe eine Ausschreibung. Nach Informationen dieser Zeitung hat sich das Jobcenter aber am 19. Juli für die Zusammenarbeit mit dem mit dem Bielefelder Investor entschieden. Danach drängten die Bielefelder auf eine schnelle Verkaufsentscheidung der Stadt.  „Wenn es denn so kommt“, sei es eine gute Entscheidung, wenn das Jobcenter ins Eiderschlösschen zöge, sagte Bürgermeister Pierre Gilgenast. Denn dann bliebe die Behörde in Rendsburg. Träger des Jobcenters sind der Kreis und die Agentur für Arbeit.

Zusammen mit dem Kasernengelände hatte die Stadt Rendsburg das Eiderschlösschen gekauft. Der Verkauf des roten Klinkerbaus sei wegen der Größe schwer, sagte Frank Thomsen, der Leiter des Bauamts noch vor einem Jahr. Aber es habe damals einen „ernsthaften Interessenten“, der eine soziale Einrichtung und Wohnungen plane. Ohne Dachgeschoss und Keller hat das Gebäude innen die Fläche von Zweidritteln eines Fußballplatzes. Das große Mannschaftshaus entstand vor 110 Jahre als erstes Gebäude der Eiderkaserne. Es steht unter Denkmalschutz. Vor acht Jahren räumten Bundeswehr und Nato das Gelände. Die Stadt Rendsburg plant hier ein grünes Wohnquartier.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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