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Böschung statt Stufen in Rendsburg

Jungfernstiegterrasse Böschung statt Stufen in Rendsburg

In Rendsburg gehörte sie lange zum Stadtbild: Die Jungfernstiegterrasse vor dem Landestheater am Stadtsee steht vor ihrem endgültigen Abriss. Statt der Holzstufen plant die Stadt nun eine Böschung am Ufer des Wasserbeckens.

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Gut 30 Jahre alt ist die Jungfernstiegterrasse vor dem Landestheater in Rendsburg.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. Seit Jahren verfällt die Terrasse. Am Dienstagabend hat der Bauausschuss Schluss gemacht mit dem Drama. Er hat sich für den Abriss der Holztreppen und die Anlage einer sanft geneigten Böschung ausgesprochen. Der Hang soll begehbar sein, barrierefrei wäre er nicht. Die Stadt erwartet dafür Gesamtkosten von rund 66000 Euro.

Nach dem Bauausschuss muss sich noch der Finanzausschuss mit der Sache befassen, sagte Bauamtsleiter Frank Thomsen. Das Gremium tagt am 1. März. Er rechne im Frühjahr mit dem kompletten Abriss der Stufen und dem Aufschütten der neuen Böschung, sagte der Bauamtsleiter. Die Stadt wolle sie nicht mit einer Spundwand absichern. Ein Gutachter habe davon abgeraten, weil in 70 bis 80 Zentimeter Tiefe Bauschutt vergraben sei, erklärte Thomsen. Stattdessen wolle die Stadt die Wasserkante der Böschung mit Steinen befestigen lassen.

Zuletzt hatte Rendsburg versucht, eine Sanierung und Verkleinerung der Jungfernstiegterrasse mithilfe der Umlandgemeinden zu finanzieren. Die Stadt hatte die Gesamtkosten auf 107000 Euro geschätzt. Aber Nachbar Fockbek weigerte sich vor einem Jahr und brachte damit den Plan zu Fall. Kurz danach sperrte die Stadt die Stufen aus Sicherheitsgründen. Seitdem war der Abriss nur noch eine Frage der Zeit. Die Terrasse vor dem Landestheater am Rand des Stadtsees ist gut 30 Jahre alt, sie kostete seinerzeit rund 200000 DM also etwa 100000 Euro.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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