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Sanierung könnte noch bis 2018 dauern

Rendsburger Kanaltunnel Sanierung könnte noch bis 2018 dauern

Ein Ende der Geduldsprobe ist für Autofahrer am Rendsburger Kanaltunnel vorerst nicht in Sicht, eine kurze Pause offenbar schon: Wie die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) in Kiel bestätigte, ist mit einer Freigabe der Oströhre erst Mitte Februar 2016 zu rechnen.

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Die komplette Sanierung des Rendsburger Kanaltunnels könnte sich bis 2018 hinziehen.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Kiel/Rendsburg. Dieser Termin sei „relativ belastbar“, heißt es beim WSV. Nur Spekulation sei dagegen jede zeitliche Angabe zur Fertigstellung der Weströhre. Man habe aus den Problemen mit der alten Bausubstanz in der Oströhre gelernt und wolle vor dem nächsten Abschnitt ein neues, angepasstes Vertragswerk ausarbeiten. Bis es fertig ist, streben das Bundesverkehrsministerium und die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) eine Baupause an, in der übergangsweise beide Röhren für den Verkehr freigegeben werden sollen.

„Wir glauben, dass es sehr wichtig ist, einen neuen Vertrag mit der Baufirma abzuschließen“, betonte Karsten Thode, Leiter des Dezernats Regionales Management der GDWS. Die „Überraschungen in der alten Bausubstanz“ seien nun bekannt, weitere Verzögerungen dürften in der Weströhre dadurch nicht mehr entstehen. „Wir haben nun die Chance, eine Pause einzulegen.“

Die zusätzliche Belastung für die Bevölkerung solle möglichst gering gehalten werden. Sönke Meesenburg, Leiter der Planungsgruppe für den Kanalausbau, schätzt die Dauer des Weströhren-Ausbaus auf eineinhalb bis zwei Jahre. Wann der Startschuss dafür fällt, ist noch völlig ungewiss. Die komplette Sanierung könnte sich also noch bis 2018 hinziehen.

Die ursprünglich veranschlagten Kosten von 25 Millionen Euro sind nach Angaben Meesenburgs durch die zahlreichen Nachträge inzwischen auf mehr als 33 Millionen Euro gestiegen - ohne Weströhre. „Tendenziell“ könnten sich die Gesamtkosten am Ende auf rund 50 Millionen Euro belaufen.

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Ein Artikel von
Carola Jeschke
Lokalredaktion Kiel/SH

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Noch im Februar flog ein Staatssekretär aus dem Bundesverkehrsministerium im Rendsburger Kreishaus ein, um den Menschen in der Provinz persönlich zu zeigen, wie ernst man die Sanierung des Kanaltunnels im fernen Berlin nimmt. Jetzt wisse man genau, wie lange es noch dauert. Punkt.

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