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Häuser für Flüchtlinge stehen leer

Rendsburg Häuser für Flüchtlinge stehen leer

Der Kreis Rendsburg-Eckernförde will seine Gemeinschaftsunterkunft in der Kaiserstraße in Rendsburg auflösen. Er brauche sie nicht mehr, zurzeit stehen sie leer. Flüchtlinge wohnten seit Mitte der 1980er Jahre im markanten Gebäude direkt an der Straße und einer Hauszeile weiter hinten.

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 30 Jahre lang wohnten in der Kaiserstraße 21 und in einem Nachbargebäude in Rendsburg bis zu 66 Flüchtlinge. Jetzt stehen die Häuser leer.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Die Zahl der beim Kreis ankommenden Flüchtlinge sei dramatisch gesunken. So seien es im vergangenen Jahr 3000 Asylbewerber gewesen, in diesem Jahr seien es bisher nur 1261. Die Menschen würden inzwischen ohne tagelangen Zwischenstopp in der Kaiserstraße sofort in die Gemeinden und Städte geschickt, wo sie zunächst wohnen, bis über ihre Asylanträge entschieden ist. So begründet Kreisverwaltungsdirektor Carsten Ludwig den geplanten Verzicht auf die Gemeinschaftsunterkünfte.

Der Kreis spart dadurch auch Geld. Zuletzt musste er jährlich rund 56000 Euro an Miete und Betriebskosten zahlen, sagte Ludwig am Mittwoch. Den Vertrag könne Rendsburg-Eckernförde zum 31. August 2017 kündigen. Das letzte Wort spricht an diesem Donnerstag der Kreis-Sozialausschuss.

Die Gemeinschaftsunterkunft hatte Platz für 66 Flüchtlinge. Zeitweise lebten aber im vergangenen Jahr mehr Menschen in den Häusern, erklärte Ludwig. Der Beamte bezeichnete den Zustand der Gebäude als schlecht.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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