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Mehrzweckhalle für 6,5 Millionen

Rendsburg-Mastbrook Mehrzweckhalle für 6,5 Millionen

Bis zu 6,5 Millionen Euro soll die neue Mehrzweckhalle in Mastbrook in Rendsburg kosten. Der Preis hat zunächst für Aufregung gesorgt. Kein Grund dafür, sagt die Stadtverwaltung.

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So soll die Mehrzweckhalle aussehen.

Quelle: A2F Architekten

Rendsburg. Erstmals liegt der Stadt jetzt die konkrete Kostenberechnung eines Berliner Planer-Teams für den Neubau einer Mehrzweckhalle im benachteiligten Stadtteil Mastbrook vor, sagt Bauamtsleiter Frank Thomsen. Zwei Zahlen nennen die Planer nach seinen Worten: 6,2 Millionen Euro würde die Halle kosten, wenn nur ein Umkleidetrakt gebaut würde. 6,5 Millionen würde sie mit zwei Umkleidebereichen kosten. Thomsen hält zwei Umkleidetrakte für sinnvoll.

Der Bauausschuss soll sich am Dienstagabend um 18 Uhr im Historischen Rathaus mit dem Thema befassen. Im Vorfeld hat der hohe Preis unter Politikern für Aufruhr gesorgt. Denn bisher stand ein Betrag von 3,8 Millionen Euro als vermeintliche Kostenobergrenze im Raum. Das aber fuße auf einem Missverständnis, sagen Thomsen und Bürgermeister Pierre Gilgeast. Thomsen: „Uns war immer bewusst, dass es nicht mit 3,8 Millionen brutto über alles zu machen ist.“ Kernbegriff ist dabei das Wortpaar „über alles“.

Rückblende: Für den Neubau der Mehrzweckhalle hat die Stadt einen Architektenwettbewerb ausgeschrieben, den der Berliner Filip Nosek im Herbst vergangenen Jahres mit seinem Team A2F Architekten gewann. In die Wettbewerbsbedingungen hatte die Stadt eine Obergrenze von 3,8 Millionen Euro geschrieben. Kurz darauf kündigte Filip Nosek im städtischen Bauausschuss an, der Preis sei nur schwer zu halten. Damit war Aufregung programmiert. Zumal der Bauausschussvorsitzende Marc-Olaf Begemann erklärte, der Wettbewerb habe unter dem Titel kostengünstiges Bauen gestanden, und die Stadt dringe auf Einhaltung der Obergrenze.

Auch wenn jetzt 6,2 und 6,5 Millionen im Raum stehen, sagt Bürgermeister Pierre Gilgenast: „Man hat die Obergrenze nicht überschritten.“ Denn mit der 3,8-Millionen-Linie sei nur der Deckel für den reinen Baukörper und seine technische Ausrüstung wie Leitungen für Heizung, Gas und Wasser sowie die Lüftung gemeint gewesen. Und diese Grenze stehe weiterhin, sagte Thomsen. „Über alles“ betreffe dagegen zusätzlich den Innenausbau, die Außenanlagen und Baunebenkosten wie Architekten- und Ingenieurshonorare, die knapp unter einer Million Euro lägen.

Der Neubau der Halle gehört zu den Sanierungsvorhaben im Stadtteil Mastbrook. Das heißt, Bund und Land zahlen mit. Die Stadt wäre mit einem Betrag von 3,1 Millionen Euro für die kleinere Varianten beziehungsweise 3,3 Millionen für die größere dabei, sagen Thomsen und Gilgenast. 1,7 Millionen seien schon angespart, den Rest müsste Rendsburg ab 2017 zurücklegen. „Wir halten eindeutig an dem Projekt fest“, sagt Gilgenast. Der Neubau sei wichtig für den Stadtteil.

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