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Mit 45 Mängeln durch den Kanal

Rendsburg Mit 45 Mängeln durch den Kanal

Im Rendsburger Kreishafen sitzt eine Besatzung mit ihrem Schiff fest. Der Küstenfrachter „Divine“ sollte eigentlich schon längst wieder ausgelaufen sein.

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Der in Panama beheimatete Frachter „Divine“ liegt in Rendsburg fest. 45 Mängel fanden die Sicherheitsprüfer.

Quelle: Frank Behling

Rendsburg. Doch das wird vorerst nichts: Gegen die Crew läuft ein Strafverfahren. An Bord haben Inspekteure der Berufsgenossenschaft Verkehr 45 Mängel festgestellt. Viele davon sind so gravierend, dass die Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist.

 Nach Informationen unserer Zeitung wurden im Rahmen der Hafenstaatenkontrolle (Port State Control) falsche Seekarten, defekte Pumpen und fehlende Zertifikate bemängelt. Die Besatzung wartet außerdem seit Monaten auf ihre Heuer. Sie soll vor Schweden Abwässer illegal entsorgt haben.

 Angefangen hatten die Probleme beim Einlaufen des Schiffes am 15. Juli auf dem Weg von Dänemark nach Rendsburg. Auf der Kieler Förde war der Fahrstil des Kapitäns der Polizei gemeldet worden. Bei der Überprüfung stellten die Beamten Alkoholgeruch fest. Es folgte eine Kontrolle des Schiffes. Nicht ganz neu für die „Divine“: Seit 2010 wurde der Frachter bereits 15 Mal im Rahmen der Hafenstaatenkontrolle überprüft. 2014 gab es in Spanien und Griechenland bereits Auslaufverbote. Damals entdeckten Prüfer 44 Mängel.

 Die letzten beiden Kontrollen am 25. Juni in Finnland und 7. Juli in Estland hatte das Schiff ohne Mängelbefund überstanden. „Das ist schon sehr seltsam. So schnell kann sich der Zustand dieses Schiffes ja nicht verändert haben“, rätselte Kai Lass von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft, die den Kreishafen betreibt. „Wir kümmern uns jetzt um die Besatzung und versorgen sie mit Proviant und Frischwasser“, berichtete Lass.

 Gestern Abend meldete sich ein Vertreter des türkischen Reeders in Rendsburg und kündigte Maßnahmen an. „Es wäre schön, wenn sich für dieses Schiff schnell eine Lösung findet“, sagte Kai Lass. Seemannsmission und Gewerkschaft ITF sind ebenfalls bereits eingeschaltet.

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Ein Artikel von
Frank Behling
Lokalredaktion Kiel/SH

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