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Müll im Abwasser setzt Pumpwerke lahm

Rendsburg Müll im Abwasser setzt Pumpwerke lahm

Der Abwasserzweckverband im Wirtschaftsraum Rendsburg und die Stadtwerke Rendsburg schlagen Alarm. Immer mehr Müll landet in der Toilette. Reste von Windeln, Schwammtüchern und Damenbinden verknoten sich in den Abwasserrohren zu langen Strängen und setzen Pumpwerke matt. Den Schaden haben alle.

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Das ist das Problem: Reste aus Papier, Kunststoff und Textil verknoten sich und legen Abwasserpumpen lahm.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Zwar steigt die Zahl der Haushalte in den zehn Rendsburger Vororten, aber der Wasserverbrauch sinkt, sagt Otto Schneider, Vorsteher des Abwasserzweckverbands AZV, in dem zehn Dörfer rund um Rendsburg mit 30000 Einwohnern organisiert sind. Die Folge: Eine immer dicker werdende Masse quält sich durch die Kanalisation.

"Abfall, der da nichts zu suchen hat"

Dazu landen Windeln, Q-Tips, Damenbinden, Schwammtücher, Wischlappen und Hygienetücher in der Toilette. "Das ist Abfall, der da nichts zu suchen hat", sagt Stefan Buche, Betriebsleiter beim Unternehmen Abwasser Rendsburg, einer Tochter der Stadtwerke. Dann fallen Pumpwerke auf dem Weg zum Klärwerk aus. "Wir haben kleine Pumpwerke, die die Kollegen mindestens einmal die Woche stilllegen und reinigen müssen."

Am Ende zahlt die Solidargemeinschaft

Otto Schneider vom AZV: "Es ist für uns eine ganz wichtige Sache, dass das in die Öffentlichkeit gebracht wird. Wir finanzieren uns ausschließlich durch die Gebühren." Will heißen: Wartung, Reparatur und Ersatz von Pumpstationen finanziert die Solidargemeinschaft der 70000 Einwohner im Großraum Rendsburg, die an die Kanalisation von AZV und Stadtwerken angeschlossen sind.

Am Ende eines rund 300 Kilometer langen Rohrnetzes fließt das Abwasser ins Klärwerk am Posthof, das zwischen Fockbek und Nübbel liegt.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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