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Fotografien auf allen Etagen

Historisches Museum Rendsburg Fotografien auf allen Etagen

Das Historische Museum in Rendsburg ist Gastgeber der fünften Landesausstellung für Fotografie „Foto-Reflexionen“. Eine Jury hat mehr als 150 Bilder von 28 Fotografen ausgewählt. Es soll eine Leistungsschau der besten, überwiegend professionell und künstlerisch tätigen Fotografen aus dem Land sein.

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Im ersten Stock zeigt Museumsleiter Martin Westphal Jürgen Straubs Serie "Wlotzbasbaken" mit Ferienhäusern aus der Wüste Namibias.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Für mehr als 150 Fotografien ist die Fläche für Sonderausstellungen im ersten Stock des Historischen Museums an der Arsenalstraße zu klein. Also hat Museumsleiter Martin Westphal die Werke auf die beiden Etagen seines Hauses verteilt - und ist dabei auch an die Decke gegangen.

Im 30 Meter langen Gang des Druckmuseums im Erdgeschoss hängen fünf Fotografien von Franziska Ostermann an der Decke in einer Kulisse aus Kniehebelpresse und der Druckmaschine von König & Bauer, Baujahr 1879. Hier mischt sich der Geruch von Maschinenöl und Druckerschwärze mit dem Lebensgefühl der 1960er Jahre auf den Fotografien. Wohlstandsmenschen bildet Franziska Ostermann ab - und kopiert sich bisweilen selbst ins Foto.

Martin Westpal sagt: „Diese Arbeiten brauchen Platz und Luft. Sie brauchen auch einen gewissen Abstand zum Betrachter.“ 

Die erste Ausstellung „Foto-Reflexionen“ war im Jahr 2001 in Lübeck zu sehen. Seitdem war sie in Brunsbüttel, Husum und Schleswig. Die Leistungsschau der Fotografen „hat sich in Schleswig-Holstein etabliert“, sagt Angeline Schube-Focke, die Kuratorin hat den Wettbewerb für die Ausstellung organisiert, den Katalog erstellt und die Kontakte zu dem Künstlern geknüpft. 

Die Auswahl war streng, versichert Angeline Schube-Focke. Der fünfköpfigen Jury lagen 466 Bilder vor. Rund 40 Fotografen schieden aus. „Die waren teils ziemlich geknickt.“

Dass die „Foto-Reflexionen“ bis Ende November in Rendsburg zu sehen sind, „ist für uns schon etwas Besonderes“, sagt Westphal. Die Schau zeigt analoge und digitale Fotos, Installationen und Bilder klassischer Fotoreportagen.

Der Museumsleiter ist davon überzeugt, dass die Ausstellung weit über die Region strahlt. „Wir gehen davon aus, dass Schleswig-Holstein und Hamburg sich auf den Weg macht zu uns.“ Alltag ist eine solch umfangreiche Schau nicht für den Rendsburger. „Wir hatten auch Respekt.“

Respekt einflößend ist auch der Umfang der Arbeit von Johannes Maria Bienemann. Ganz in der Nähe einer Setzmaschine steht im Erdgeschoss des Museums ein auf den ersten Blick unscheinbarer Flachbildschirm. Stadtlandschaften aus aller Welt huschen über ihn. Alle zehn Sekunden ein neues Bild - Tänzerinnen, Industrielandschaften, Gärten, Bauernhäuser. 1000 Fotos insgesamt. Wer sie alle sehen will, brauche schon dreieinhalb Stunden.

Ruhe dagegen findet das Auge ein paar Schritte weiter. Über einer Vitrine zum Museums-Thema Fotosatz hat Westphal wie an einer Wäscheleine Bilder von Meer, Grünland und Gebäuden aufgehängt. Die aus einem Farbdrucker stammenden Blätter von Jan Klose-Brüdern sind so übereinander geschoben, dass nicht alles sichtbar ist. 

Die Ausstellung „Foto-Reflexionen 05“ ist in den Museen im Rendsburger Kulturzentrum Hohes Arsenal, Arsenalstraße 2-10, bis zum 29. November zu sehen. Sie ist Dienstag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr geöffnet, Sonnabend und Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Offizielle Eröffnung ist an diesem Sonnabend um 17 Uhr.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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