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Strahlende Gemälde im Museum

Rendsburg in alten Bildern Strahlende Gemälde im Museum

Das gab es im Historischen Museum in Rendsburg noch nie: Alte Gemälde von der Königstraße strahlen, als käme das Licht von Innen. Möglich macht das eine neue LED-Technik, die das Museum im Hohen Arsenal bei seiner Sommerausstellung „Rendsburg in alten Bildern“ einsetzt.

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Diese Bilder von der Königstraße scheinen zu leuchten. Moderne LED-Lampen sorgen für diesen Effekt.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Drei kleine, rechteckige Gemälde hat Lars Mischak im ersten Stock des Historischen Museum in einem Winkel aufgehängt. Dem Besucher fallen die historischen Motive von der Hauptwache am Paradeplatz und der Königstraße sofort auf. Denn sie scheinen zu strahlen. Möglich machen das LED-Leuchten, die von oben herab die Bilder punktgenau treffen. Das Licht fällt in einem rechteckigen Strahl auf die Leinwand. Die Birnen brauchen nur sechs Watt und schonen die Bilder, sagt Mischak. Denn herkömmliche Strahler hätten die sechsfache Wattzahl.

Der 30 Jahr alte Lars Mischak hat im vergangenen Jahr sein Studium der Kulturwissenschaften an der Kieler Christian-Albrechts-Universität mit dem Master abgeschlossen und danach beim Historischen Museum in Rendsburg ein zweijähriges Volontariat gestartet. Er hat die Ausstellung „Rendsburg in alten Bildern“ zusammengestellt.

Die Ausstellung ist wie ein Gang durch das Rendsburg vergangener Jahrzehnte bis zurück ins 19. Jahrhundert. Da ist die Herbst-Impression des Lornsendenkmals am Paradeplatz aus den 1970er Jahren, erkennbar an Mode und Frisur der Menschen. Oder der Blick über die Schacht-Audorfer Krögerwerft und den Nord-Ostsee-Kanal auf die Stadt. Der Besucher sieht die alte Drehbrücke, die Schleuse am Packhaus, den Brand des Provianthauses oder Gefangene, die Ende des 19. Jahrhunderts in Ketten gelegt arbeiten müssen. Er steht vor der Kulisse der Segelschiffe im Rendsburger Hafen oder dem Motiv der Altstadtinsel mit Schloss und Marienkirche.

Die Ausstellung wende sich „an Rendsburgerinnen und Rendsburger und die, die das noch werden wollen“, sagt sein Museumschef Dr. Martin Westphal. Für Mischak sind die Gemälde „die Wiederentdeckung des Alten im heutigen Stadtbild“. Anders als in seiner Heimatstadt Kiel sei das in Rendsburg möglich. „Ich gehe jetzt mit offeneren Augen durch Rendsburg und habe viele Bezugspunkte gefunden. Die Ausstellung lädt zu einem anderen Blick auf Rendsburg ein.“

Zu sehen ist „Rendsburg in alten Bildern“ bis zum 2. Oktober dienstags bis freitags von 10 bis 18 Uhr und an Wochenenden von 10 bis 17 Uhr.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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