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Naber und Jochimsen steigen aus

Ratsversammlung in Rendsburg Naber und Jochimsen steigen aus

Die Ratsversammlung in Rendsburg bebt. Wolfgang Naber (Foto, Modernes Rendsburg) und Morten Jochimsen (SSW) verlassen ihre Fraktionen. Die Partei der dänischen Minderheit fürchtet um ihren Fraktionsstatus.

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Wolfgang Naber.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Wolfgang Naber und die Fraktion Modernes Rendsburg trennen sich. Naber war Anfang 2014 von der CDU zu dieser Wählergemeinschaft übergetreten. Auch der langjährige Ratsherr Morten Jochimsen hat seinen Austritt aus der SSW-Fraktion angekündigt. Die dänische Minderheit kämpft nun um ihren Fraktionsstatus.

Die Fraktion Modernes Rendsburg habe sich einvernehmlich von Naber getrennt, teilte deren Chef Fritjof Wilken am Mittwoch mit. Auf Nachfrage sagte er: „Wir gehörten nicht zusammen. Die Chemie stimmte nicht.“ Der Arbeitsstil sei nicht vereinbar gewesen, es habe „persönlich-atmosphärische“ Differenzen gegeben. „Wir haben ihn schon vor Wochen gebeten, die Fraktion zu verlassen.“ Wilken sagte, Naber habe auch angekündigt, dass er zum Jahresende die Ratsversammlung verlassen wolle. Zuletzt hatte er im November den Vorsitz im Sozialausschuss abgegeben. Naber war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Ärger hat auch der SSW. Morten Jochimsen hat jetzt seinem Fraktionschef Andreas Vollstedt mitgeteilt, dass er aus der gemeinsamen Fraktion zu Mitte Dezember austreten aber in der Ratsversammlung bleiben will. Dann wäre Vollstedt Einzelkämpfer, und der SSW verlöre den Fraktionsstatus. „Die Fraktion ist entsetzt“, sagte Vollstedt. „Es ist schwer zu akzeptieren. Das torpediert unsere komplette Arbeit.“ Seit Ende September sei Jochimsen nicht mehr erreichbar, er reagiere weder auf Anrufe noch auf E-Mails. Weder auf Orts- noch auf Kreisebene toleriere der SSW, dass Jochimsen weiter im Rat bleiben wolle. „Wir müssen ihn überzeugen, sein Mandat zurückzugeben.“ Sollte sich der Politiker einer anderen Fraktion anschließen, müsse er mit einem Parteiausschluss rechnen. Auch Jochimsen war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Der Wechsel von Naber von der CDU zur Fraktion von Fritjof Wilken hatte Anfang 2014 zur Schwächung der Union und zu einem lange Zeit vergifteten Klima in der Ratsversammlung geführt. So hatte die CDU den Senatsvorsitz verloren. Sollte Naber die Ratsversammlung verlassen, rückte ein CDU-Politiker nach, und die Union könnte Anspruch auf den Senatsvorsitz erheben. Fraktionschef Thomas Krabbes: „Wir haben andere Dinge auf dem Zettel. Wir streben das nicht an.“

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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