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2000 Flüchtlinge in alte Kaserne

Rendsburg 2000 Flüchtlinge in alte Kaserne

Das Land plant eine neue Erstaufnahme für 2000 Flüchtlinge in Rendsburg. Sie soll schon ab Mitte Dezember nach und nach auf dem Gelände der ehemaligen Feldwebel-Schmid-Kaserne entstehen - sowohl in einem bereits stehenden Gebäudekomplex als auch in Containern.

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In ein ehemaliges Akademiegebäude der früheren Feldwebel-Schmid-Kaserne sollen Flüchtlinge einziehen.

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Rendsburg. Das Land plant eine neue Erstaufnahme für rund 2000 Flüchtlinge  n festen Gebäuden und in Containern auf dem Gelände der ehemaligen Feldwebel-Schmid-Kaserne an der Schleswiger Chaussee in Rendsburg. Das Innenministerium hat einen Pachtvertrag für fünf Jahre mit dem privaten Besitzer abgeschlossen, sagte Rendsburgs Bürgermeister Pierre Gilgenast am Dienstag. Er erwarte die ersten „600 bis 700“ Flüchtlinge zum 19. Dezember.

Diese müssen voraussichtlich zunächst in Wohncontainer ziehen. Das Innenministerium geht davon aus, dass so in den kommenden Wochen Platz für rund 1400 Flüchtlinge ist. Die Container sollen nach Angaben von Gilgenast auf einem ehemaligen Hubschrauberlandeplatz stehen. Eine daneben gelegene Sporthalle solle zum Speisesaal hergerichtet werden.

Daneben lässt der Eigentümer einen benachbarten Neubaukomplex bewohnbar machen. Die gesamte Haustechnik und Sanitäranlagen seien noch vorhanden, sagte dessen Verwalter Heinz Schouten. Er wolle jetzt umgehend einen Architekten und Handwerker engagieren. In die Häuser sollen ab Januar bis zu 600 weitere Menschen einziehen, kündigt das Innenministerium an.

„Die jetzt gefundene Lösung ist nachhaltig“, versichert Minister Stefan Studt. Die ehemalige Kaserne habe „das Potenzial für eine qualitativ hervorragend ausgestattete Erstaufnahmeeinrichtung“. Angesichts der großen Zahl macht sich Bürgermeister Gilgenast keine Sorgen. „Ich baue darauf, dass die Hilfsbereitschaft der Rendsburger groß bleibt.“

Nicht weit von der ehemaligen Feldwebel-Schmid-Kaserne hatte das Land im August an der Büsumer Straße ein Flüchtlingscamp in Containern aufgebaut und im November wieder geschlossen. Der jetzt gefundene Standort in der ehemaligen Kaserne „ist auf jeden Fall die richtige Entscheidung“, meinte Gilgenast. Die Flüchtlinge seien entweder in festen Gebäuden untergebracht oder in Containern, die auf einem festen Untergrund stehen und nicht auf einer Wiese wie in der Büsumer Straße. Denn der Winter nahe. „Wir haben ja schon die ersten Stürme erlebt.“

Ebenfalls am Dienstag wurde bekannt, dass ins Rendsburger Nordkolleg 25 Flüchtlinge einziehen sollen.

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Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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Foto: Schleswig-Holsteins Strategie, wonach Erstaufnahmeeinrichtungen den Flüchtlingsstrom von den Städten und Gemeinden für ein paar Wochen abfedern sollen, scheint aufzugehen.

Schleswig-Holsteins Strategie, wonach Erstaufnahmeeinrichtungen den Flüchtlingsstrom von den Städten und Gemeinden für ein paar Wochen abfedern sollen, scheint aufzugehen. Rendsburg-Eckernförde hat seine Zahlen für das laufende Jahr bereits nach unten korrigiert. Damit bleibt weiter Zeit, private Unterkünfte zu schaffen.

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