27 ° / 11 ° heiter

Navigation:
Nordkolleg lädt zur Apfelblüte

Rendsburg Nordkolleg lädt zur Apfelblüte

Erstmals öffnet das Nordkolleg in Rendsburg seinen parkähnlichen Garten am Stadtrand zu einem Apfelblütenfest. Am ersten Sonntag im Mai ist es soweit. Nordkolleg-Gärtner Jochen Bock erklärt dann auch seinen Baum der 100 Sorten.

Voriger Artikel
Kino-Standort Bahnhof gescheitert
Nächster Artikel
Die nächste Pastorin geht

Nordkolleg-Gärtner Jochen Bock zeigt Blütenknospen der Apfelsorte "Juwel aus Kirchwerder".

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. Jochen Bock ist Naturfreund und großer Liebhaber alter Apfelsorten. Als Gärtner beim Nordkolleg hat der Jevenstedter sein Hobby zum Beruf gemacht. Hinten in einer wilden Ecke des parkähnlichen rund 8000 Quadratmeter großen Gartens steht Bock an diesem Freitag unter einem Baum mit roten Blütenknospen. „Juwel von Kirchwerder“, sagt Bock. „Ich denke in einer Woche sind die Blüten auf.“

Dann wird es auch Zeit. Dann lädt öffnet das Nordkolleg erstmals zu einem Apelblütenfest. Veranstalter ist ein Aktionsbündnis „Gärten der Vielfalt“ aus dem Raum Rendsburg, dem unter anderem die Städte Rendsburg und Büdelsdorf, das Nordkolleg, die Abfallwirtschaftsgesellschaft und der Naturschutzbund angehören. Sein Sprecher Dieter Neumann von den Naturfreunden sagt: „Wir wollen Menschen erden, dass sie wieder Gärten anlegen und ernten.“

Das Apfelblütenfest am Sonntag, 3. Mai, in der Zeit von 14 bis 17 Uhr soll der erste große öffentliche Auftritt des Bündnisses sein. Gartenbaubetriebe informieren, das Aktionsbündnis verschenkt junge Apfelbäume im Topf, ein auf Äpfel spezialisiertes Obstmuseum aus Sörup präsentiert sich, die Abfallwirtschaftsgesellschaft AWR verteilt Kompost, Pfadfinder backen Strockbrot am Lagerfeuer.

„Ich bin sehr gespannt, wie viele Menschen kommen“, sagt Guido Froese, der Leiter des Nordkollegs. Das Fest sei eine „tolle Gelegenheit, den Garten für Bürger zu öffnen“. Für ein Apfelblütenfest „gibt es keinen besseren Ort“ als das Bildungsinstitut am Stadtrand am Gerhardshain, sagt Aktionsbündnis-Sprecher Dieter Neumann. Das Festgelände hat Nordkolleg-Gärtner Jochen Bock vorgeschlagen.

Der Jevenstedter sammelt alte Apfelsorten, damit sie nicht in Vergessenheit geraten. Seine Spuren sind überall auf dem Gelände zu finden. In Reih und Glied hat er hinten im Garten ein Mutterpflanzenquartier angelegt. Auf jungen Bäumen wachsen hier Sorten wie Roter Eiserapfel, Angeliter Herrenapfel, Stine Lohmann, Goldparmäne und Gelbe Schleswiger Renette. Von den neuen Sorten aus den Supermärkten hält Bock nicht viel. „Die sind nur untereinander gekreuzt, da geht vieles verloren.“

Deswegen pflegt Bock vorne im Garten auch seinen Baum der 100 Sorten. Äste eines Boskoop-Baums hat er mit einem scharfen Messer angeritzt und Triebe anderer Sorten mit Bast und Wachs in der Wunde befestigt: Langenhorner Friesenapfel, Satruper Herrenapfel, Schleswiger Erdbeerapfel, Boikenapfel und Ananas Renette beispielsweise. Von jedem neuen Zweig führt ein Faden zu einem Schild mit dem Namen der Sorte. Fertig ist Bock noch längst nicht. „Ich veredel immer noch.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

Events: Rendsburg

Veranstaltungen in
Rendsburg. Aktuelle
Termine, News, Infos

KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Anzeige