21 ° / 15 ° wolkig

Navigation:
Kein Kreis-Kredit fürs Nordkolleg

Rendsburg Kein Kreis-Kredit fürs Nordkolleg

Der Kreis darf dem Nordkolleg in Rendsburg keinen zinsgünstigen Kredit geben. Er beruft sich das Innenministerium. Das Bildungsinstitut hatte um die Hilfe gebeten, um sich von hohen Zinslasten für Bankkredite zu befreien. Überlebenswichtig sei der Kredit nicht, hat das Nordkolleg im Dezember erklärt.

Voriger Artikel
Wirtschaftsjunioren mit neuem Sprecher
Nächster Artikel
Auf der Bühne wird die Ehefrau zur Ex

 Das Nordkolleg am Gerhardshain in Rendsburg ist ein weit über die Region hinaus anerkanntes Bildungsinstitut.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. Im Gespräch war ein Darlehn des Kreises in Höhe von einer Million Euro. Es gehe darum, das strukturelle Defizit des Hauses von rund 200000 Euro jährlich zu senken, sagte Nordkolleg-Geschäftsführer Guido Froese im Dezember. Sollte der Kreis nicht helfen, werde er mit seiner Hausbank über günstigere Zinsen verhandeln. Froese sprach von 1,35 Millionen Euro an Bankkrediten.

Ein Kommunalkredit fürs Nordkolleg „zum Zwecke der Umschuldung langfristiger Verbindlichkeiten“ sei „rechtlich nicht zulässig“ heißt es jetzt in einem internen Vermerk der Kreis-Kommunalaufsicht. Der Kreis dürfe sich „bei Geldgeschäften nicht wie Finanzinstitute verhalten“. Das Innenministerium teile diese Ansicht.

Die Absage des Kreises bringe sein Haus nicht in Schwierigkeiten, sagte Guido Froese am Freitag. Dennoch „ist das bedauerlich“. So habe eine erste Auskunft des Innenministeriums Ende vergangenen Jahres noch Hoffnung gemacht. Auch Landrat Rolf-Oliver Schwemer hatte im Dezember erklärt: „Wir versuchen eine Lösung zu finden, die dem Interesse des Nordkollegs entspricht.“

Das Nordkolleg verhandele derzeit seiner Hausbank über eine Umschuldung, sagte Froese. Im Dezember hatte er das bereits als Alternative zu einem Kredit des Kreises genannt. Dem Nordkolleg helfe jetzt auch ein Sonderzuschuss seiner Hauptgesellschafter - Kreis Rendsburg-Eckernförde und Stadt Rendsburg - in einer Gesamthöhe von 366000 Euro. Es geht dabei um Verluste aus dem vergangenen und dem laufenden Jahr, die abgedeckt werden sollen. Das Geld sei bereits geflossen, sagte Froese. „Dieser Zuschuss hilft schon sehr. Er reduziert auch unsere kurzfristigen Zinsen.“

Die 366000-Euro-Stütze bleibe unbedenklich, sagte Kreisverwaltungsdirektor Carsten Ludwig am Freitag. „Das ist rechtens, das ist geübte Praxis.“ Solche Hilfen stünden nicht im Widerspruch zu EU-Richtlinien.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3