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Turbo-Integration für Flüchtlinge

Rendsburg Turbo-Integration für Flüchtlinge

Ein Intensivkursus für 25 Flüchtlinge startet Ende August beim Nordkolleg in Rendsburg. Die Asylbewerber wohnen und leben dort, Dozenten der Volkshochschule unterrichten sie. Das Angebot sei bisher einmalig im Land. Mit doppelter Geschwindigkeit sollen die Teilnehmer lernen.

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Sie machen gemeinsame Sache: Rainer Nordmann (links) und Guido Froese, die Leiter von Volkshochschule und Nordkolleg.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. 660 Unterrichtsstunden in Deutsch, Kultur, Politik und Leben im Alltag stehen auf dem Programm von Integrationskursen. Normalerweise enden sie nach sieben bis acht Monaten mit Prüfungen, sagt Rainer Nordmann, der Leiter der Rendsburger Volkshochschule. Seine VHS sei in der Region größter Anbieter dieser Integrationskurse.

Beim neuen Lehrgang im Nordkolleg soll es doppelt so schnell gehen. 40 statt 20 Stunden in der Woche erhalten die Flüchtlinge Unterricht, sagten Nordmann und Nordkolleg-Geschäftsführer Guido Froese am Freitag bei der Vorstellung des Modells. Der Lehrgang ende mit Prüfungen im Januar. Die Teilnehmer sollen so schneller dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

„Wir fügen Potenziale zusammen“, sagte Nordmann zur Zusammenarbeit der beiden Häuser. „Wir sind sehr, sehr gespannt. Das ist neu für uns“, ergänzte Froese. „Wir freuen uns auf die Begegnungen.“ Sein Haus, das sich als Kultur- und Bildungsinstitut einen überregionalen Namen in der Literatur-, Musik- und Skandinavien-Szene erarbeitet hat, wolle den Flüchtlingen „die Chance geben, sich in die Kultur einzuleben“. Die Mitarbeiter seines Hauses wollen Patenschaften zu dem Menschen übernehmen, kündigte er an. Wenn Flüchtlinge von weiter her zu dem Kursus kommen, könnten auch ihre Familien im Nordkolleg leben.

Das Angebot richte sich vorwiegend an Akademiker aus Eritrea, Irak, Iran und Syrien. Bis Mitte August nimmt die VHS unter Tel. 04331/20880 Anmeldungen entgegen. Die Gesamtkosten von rund 185.000 Euro übernehmen das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, die Stadt Rendsburg und der Kreis

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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