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Nordkolleg will Flüchtlinge aufnehmen

Rendsburg Nordkolleg will Flüchtlinge aufnehmen

Das Nordkolleg in Rendsburg plant die Aufnahme von Flüchtlingen. Etwa 25 Asylbewerber könnten in dem Haus am Gerhardshain am Stadtrand wohnen und tagsüber in den Seminarräumen auf dem Gelände Sprach- und Integrationskurse besuchen. Dabei geht es auch um eine bessere Auslastung und mehr Geld in der Kasse.

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Das Nordkolleg in Rendsburg bietet in Einzel- und Doppelzimmern Platz für insgesamt 150 Gäste.

Quelle: Wolfgang Mahnkopf

Rendsburg. Dem Nordkolleg gehe es um die Aufnahme von qualifizierten Flüchtlingen mit einer Bleibeperspektive, sagte Marion Herdan auf Anfrage am Dienstag. Die Kreistagsabgeordnete aus Molfsee bei Kiel ist Aufsichtsratsvorsitzende des Hauses. Bei einer Sitzung dieses Gremiums stand dieses Thema am Montagnachmittag in Verbindung mit der betriebswirtschaftlichen Lage des Nordkollegs im Mittelpunkt. Man denke dabei nicht nur an Akademiker sondern auch an Menschen mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung wie Handwerker oder Kaufleute.

Es gehe um eine Gruppe von rund 25 Flüchtlinge, die über einen Zeitraum von vier bis fünf Monaten im Nordkolleg wohnen und rund 40 Schulstunden pro Woche Deutsch lernen sowie die hiesige Kultur und Lebensart kennen lernen sollen. Es handele sich um Intensivkurse, sagte Nordkolleg-Geschäftsführer Guido Froese. Die Flüchtlinge sollen nach seinen Worten doppelt so schnell wie üblich lernen. Sie stünden dann dem Arbeitsmarkt schneller zur Verfügung. „Das ist ein landesweit einmaliges Angebot.“

Den Unterricht sollen Dozenten von der Rendsburger Volkshochschule erteilen. Starten solle das Angebot im Januar oder Februar und im Sommer enden sagte Marion Herdan. Dann müsse das Nordkolleg wieder internationale Musiker des Schleswig-Holstein Musik Festivals unterbringen. „Das ist unsere vertragliche Verpflichtung.“

Die Vermittlung von Kultur, Sprache und Lebensart sei eine Kernaufgabe des Nordkollegs, sagte Marion Herdan. Da gebe es auch eine Verpflichtung den Flüchtlingen gegenüber. „Wir sind eine weltoffene Einrichtung im Herzen Schleswig-Holsteins.“ Es gehe auch um einen „wirtschaftlichen Effekt“ und eine bessere Auslastung des Hauses. Das Nordkolleg wolle Zuschussanträge unter beim Kreis und bei der Stadt stellen, um Geld aus der Integrationspauschale zu bekommen.

Nach Informationen der Kieler Nachrichten muss das Nordkolleg im laufenden Jahr wieder mit einem Defizit rechnen. Marion Herdan bestätigte das. Die Zahlen seien aber nicht so schlimm wie 2014. Da fehlten dem Nordkolleg 198000 Euro, für die Kreis und Stadt aufkamen. Das Nordkolleg stellte in der Folge den ehemaligen Inhaber der Bäckerei-Kette Backeria, Lorenz Schulz, als betriebswirtschaftlichen Begleiter ein.

Ebenfalls am Dienstag wurde bekannt, dass auf dem Gelände der ehemaligen Feldwebel-Schmid-Kaserne an der Schleswiger Chaussee in Rendsburg eine neue Erstaufnahme für 2000 Flüchtlinge entstehen soll.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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