27 ° / 11 ° heiter

Navigation:
Sie ließen alle hinter sich

Lange Nacht der Mathematik Sie ließen alle hinter sich

Die Oberstufe der Herderschule in Rendsburg ist bei der „Langen Nacht der Mathematik“ Bundessieger geworden. Die Gymnasiasten ließen gut 50 Teams hinter sich. Konkurrenten kamen aus Hamburg, Stuttgart und Heidelberg. Teamarbeit ist ein Erfolgsrezept, sagt Mathe-Lehrer Werner Lange.

Voriger Artikel
Gasleitung in Schacht-Audorf beschädigt
Nächster Artikel
Raser in Jevenstedt und Rendsburg

Taschenrechner waren erlaubt in der "Langen Nacht der Mathematik".

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Rund 200 Schüler aller Stufen brüteten am vergangenen Wochenende in der Nacht zum Sonnabend über den Aufgaben. Damit war jeder Vierte aus dem Gymnasium dabei, erzählen die Mathe-Lehrer Werner Lange und Sönke Struck. Erfolge haben in der Mathe-Nacht für die Herderschule Tradition. Immer wieder belegen die Gymnasiasten Spitzenplätze. Die Schüler lösen die Aufgaben alleine. Allenfalls moderieren die Lehrer. „Aber wir mischen uns nicht ein“, sagt Sönke Struck. Nach und nach leeren sich in der Nacht die Klassenzimmer, die Jüngeren müssen um 22 Uhr nach Hause, andere scheitern. „Am Ende bleibt eine Handvoll übrig.“

Zu den Siegern gehört der 16 Jahre alte Malte Bartels: „Man fühlt sich überwältigt.“ Gilt unter Gleichaltrigen als Streber? Der Bovenauer schüttelt den Kopf: „Man redet schon mit Freunden.“ Um 6.22 Uhr haben sie am Sonnabend noch vor dem Morgengrauen die letzte Aufgabe abgegeben. Gut zehn Stunden hatten sie da hinter sich. Wie man sich fit hält? „Cola, Energy Drinks“, zählt der 16-jährige Paul Heßler auf. „Oder eine Pizza zwischendurch, dann ist man fähig, wieder etwas zustande zu bekommen“, meint Malte Bartels. Die Verpackungen quollen aus den Papierkörben. 

Die Schüler brüteten über einer Aufgabe mit am Ende 13 Millionen Datteln oder dem Rätsel des Alters von Ärzten und Patienten im Krankenzimmer. Es war schwer, die Dattelfrage als Matheaufgabe zu formulieren, erinnert sich Johannes Schönemann. „Man muss einfach mehrere Lösungswege durchprobieren“, findet Hayk Soghomonyan. Und ist oft nahe am Scheitern. Fragt sich mit den Worten von Malte Bartels: „Wo ist der verdammte Fehler?“ Aber sie gaben nicht auf: „Man sucht 20 Minuten, findet den Fehler, korrigiert ihn. Dann ist die Erleichterung groß.“ Und immer ist es Teamarbeit. Mathe-Lehrer Werner Lange: „Wir hatten heftigste Diskussionen.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

KSV-Liveticker!

KSV-Spielstand online
verfolgen, mit dem
KN-KSV-Liveticker

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3