19 ° / 8 ° wolkig

Navigation:
Gutachten: Ruf nach ständiger Fähre wird laut

Zerstörte Schwebefähre Gutachten: Ruf nach ständiger Fähre wird laut

Osterrönfeld spürt Rückenwind für die Forderung nach einer ständigen Fähre über den Nord-Ostsee-Kanal als Ersatz für die zerstörte Schwebefähre. Für Radfahrer und Fußgänger sei das eine „sinnvolle Maßnahme“, heißt es in einer jetzt der Gemeinde vorliegenden Stellungnahme.

Voriger Artikel
Sommerflohmarkt mit weniger Andrang
Nächster Artikel
Tanklastzug landete im Graben

Bisher einmal pendelte der Schlepper "Falckenstein", weil die Aufzüge im nahe gelegenen Fußgängertunnel wegen Wartungsarbeiten stillstanden.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Osterrönfeld. Osterrönfelds Bürgermeister Bernd Sienknecht liegt ein fünfseitiges Papier des Wasser- und Verkehrs-Kontors in Neumünster zu einer ständigen Fähre seit wenigen Tagen vor. Sienknechts Erkenntnis: „Der Fußgängertunnel ist nicht der Ersatz für die Schwebefähre, den die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung immer suggeriert.“ 

Die Kanalbehörde lehnt bisher eine ständige Ersatzfähre ab, der Fußgängertunnel reiche. Nur wenn dort Aufzüge ausfallen oder bei Großveranstaltungen will das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) eine Ersatzfähre in der Nähe des Fußgängertunnels schwimmen lassen. 

Die Stelle ist allerdings rund 900 Meter entfernt von der Eisenbahnhochbrücke, unter der die Schwebefähre bis zu ihrer Kollision mit einem Frachter Anfang des Jahres pendelte. Erstmals war der Kieler Schlepper „Falckenstein“ Anfang Juni im Einsatz.

Er habe das Papier der Neumünsteraner an das WSA weitergeleitet und erwarte „möglichst schnell“ eine Reaktion, „in den nächsten Tagen“, sagte Sienknecht am Montag: „Vom Grundsatz her fordern wir einen dauerhaften Ersatzverkehr.“ Unterstützung bekommt er unter anderem vom Unternehmensverband und dem CDU-Bundestagsabgeordneten Johann Wadephul.

Sollte sich das WSA weiter sperren, werde er den Druck erhöhen, kündigte Sienknecht an. Dann werde seine Gemeinde die Bundestagsabgeordneten Wadephul und Sönke Rix (SPD) bitten, Druck beim Bundesverkehrsministerium zu machen. Denkbar seien auch weitere öffentlichkeitswirksame Aktionen wie die Menschenkette Anfang Juni.

Sienknecht fordert den Einsatz einer ständigen Ersatzfähre unmittelbar nach Ende der Sommerferien. Zunächst solle sie zwei Monate lang pendeln, um den tatsächlichen Bedarf abschätzen zu können. Dabei müsse das WSA auch Anleger in unmittelbarer Nähe der Eisenbahnhochbrücke prüfen. 

Selbst mit einer Ersatzfähre neben dem Fußgängertunnel sei der Weg von Osterrönfeld nach Rendsburg rund 700 Meter kürzer als durch den Fußgängertunnel, sagt das Wasser- und Verkehrs-Kontor in Neumünster. Der Weg sei auch mindestens sieben Minuten kürzer. Der Tunnel sei somit nicht die direkte Strecke.

Auch die Zahl von nur 260 Passagieren beim bisher ersten Einsatz der „Falckenstein“ sehen die Neumünsteraner als angedeuteten Erfolg. Pendele die Fähre ständig, würden auch mehr Menschen mitfahren.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

Sagen Sie es uns!

Vorschläge oder Kritik?
Schreiben Sie
der Redaktion!

Testen Sie die KN

Digitales Abo, ePaper,
klassische Tageszeitung
online buchen & testen!

Anzeige
Mehr zum Artikel
Nach Unfall
Foto: Die Schwebefähre in Rendsburg wird nicht repariert, sondern durch einen Neubau ersetzt.

Im Januar war die Schwebefähre über dem Nord-Ostsee-Kanal bei Rendsburg mit einem Frachter zusammengestoßen. Jetzt steht fest: Sie kann nicht repariert werden. Zu diesem Ergebnis kam die Befundung der Fähre in der Saatsee-Werft. Ein Ersatz ist in Planung.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3