16 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Offene Mulden statt Rohre

Neubaugebiet in Rendsburg Offene Mulden statt Rohre

In Rendsburg gibt es das noch nicht. Eine neue Technik soll im Neubaugebiet auf dem Gelände der früheren Eiderkaserne Regenwasser von den Dächern ableiten. Statt durch unterirdische Rohre soll es in offenen Mulden durch die Straßen fließen. Die Technik sei sicher, versprach ein Planungsbüro im Bauausschuss.

Voriger Artikel
Böschung statt Stufen in Rendsburg
Nächster Artikel
Sieben Gemeindevertreter, sieben Mal einstimmig

Rund um das sogenannte Eiderschlösschen soll auf dem ehemaligen Kasernengelände ein neuer Stadtteil entstehen.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. Den aktuellen Planungsstand für das Neubaugebiet in der Nähe des Paradeplatzes stellte Tim Felsmann vom Planungsbüro ISR am Dienstagabend im Rendsburger Bauausschuss vor. Das Büro aus Haan bei Wuppertal hat Ende 2014 einen Wettbewerb für die Gestaltung des rund 20 Hektar großen Gebiets auf dem Gelände der ehemaligen Eiderkaserne gewonnen. Zurzeit bereitet die Stadt Bebauungspläne vor. Ein grünes Wohnquartier mit Mehrfamilien-, Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern soll entstehen. Rund 500 Menschen könnten hier leben.

Ziel sei, Ende dieses Jahres fertige Bebauungspläne zu haben, sagte Marc-Olaf Begemann (SPD) am Mittwoch dieser Zeitung. Dann könnte die Stadt Tiefbauarbeiten für Straßen sowie Ver- und Entsorgungsleitungen im Winter ausschreiben. Die Bagger würden dann im Frühjahr anrücken. Dann könnte auch der Bau der ersten Häuser beginnen. Wie realistisch das ist? „Ich halte das für sehr ambitioniert“, sagte Begemann. Eine „wesentliche Voraussetzung“ sei ein Lärmschutz zur nahen Bundesstraße 77.

Bisher ist unklar, ob es ein Wall oder eine Wand sein soll und ob der Wall oder die Wand auf dem Gelände der Stadt oder auf einem Streifen des Bundes entstehen soll. Zurzeit warte Rendsburg auf ein Bodengutachten, sagte Bauamtsleiter Frank Thomsen. Denn dort befinde sich eine Moorlinse.

Nach dem derzeitigen Plan solle sich das Niederschlagswasser von den Dächern in etwa ein Meter breiten offenen Rinnen sammeln, die in den Straßen verlaufen, sagte ISR-Planer Felsmann. Diese mündeten in Wasserläufe, die in breiten Grünstreifen lägen. Von dort aus flösse das Wasser weiter in die Untereider. Das alles sei nach DIN-Norm geplant. Das System halte Starkregen aus. Er sei sicher, dass das Wasser sich nicht zurück stauen werde. Allerdings müsste auf dem derzeit brettflachen Gelände Gefälle eingebaut werden. Das Regenwasser müsse in die Untereider geleitet werden, eine Versicherung an Ort und Stelle sei nicht möglich, denn im Boden befänden sich Altlasten.

Den aktuellen Stand der Planung will die Stadt der Öffentlichkeit am Montag, 29. Februar, um 18 Uhr im Hohen Arsenal an der Arsenalstraße vorstellen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

Events: Rendsburg

Veranstaltungen in
Rendsburg. Aktuelle
Termine, News, Infos

THW-Liveticker!

THW-Spieltage online
live verfolgen, mit
dem THW-Liveticker

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3