23 ° / 17 ° Regenschauer

Navigation:
Bögl hält Wort

Rendsburg Port Bögl hält Wort

Bögl lässt den Schwerlasthafen in Osterrönfeld am Nord-Ostsee-Kanal brummen. Vor zwei Jahren hat der bayerische Betonbauer die Produktion in seinem Werk am Rendsburg Port aufgenommen. 186 Mitarbeiter beschäftigt das Werk derzeit dort. Das entspricht der Ankündigung.

Voriger Artikel
Mehr Steuern, aber die Sorgen bleiben
Nächster Artikel
Kurz vor der Jungfernfahrt

Seit zwei Jahren produziert der Beton-Bauer Bögl am Schwerlasthafen Rendsburg Port Masten für Windkraftanlagen.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. Bei der Einweihung versprach das Unternehmen, es wolle 200 Mitarbeiter beschäftigen, die 200 Masten für Windkraftanlagen im Jahr bauen und über den angrenzenden Hafen verschiffen. Welche Berufe bei Bögl Arbeit finden? Unternehmenssprecher Jürgen Kotzbauer nennt als wesentliche Gruppen Stahlbetonbauer, Schleifanlagenbediener, Beschichter, Kranfahrer, Schlosser, Elektriker. „Wir haben alle relevanten Stellen besetzt und planen derzeit lediglich Neueinstellungen im Rahmen der normalen Fluktuation“, sagt der Sprecher.

Im vergangenen Jahr habe Bögl rund 190 Türme im Baukastensystem produziert. „Für 2016 peilen wir nach heutigen Auftragseingängen und Prognosen wieder rund 200 Türme an. Für 2017 können wir noch keine Prognose abgeben.“ Eine Erweiterung des Standorts am Rendsburg Port sei derzeit nicht geplant.

Vor zwei Jahren sprach die Firma von 140 Meter hohen Masten, die sie in Osterrönfeld produzieren wolle. Inzwischen will das Unternehmen höher hinaus. „Wir haben derzeit einen Turm mit einer Nabenhöhe von etwas über 160 Metern für unsere Kunden im Portfolio“, sagt Jürgen Kotzbauer in einem schriftlichen Interview mit dieser Zeitung. Solche Masten habe das Unternehmen bereits produziert. „Mit dieser Bauhöhe sind unsere technischen Möglichkeiten aber noch nicht ausgeschöpft.“ Auch nicht in Osterrönfeld? „Eine Produktion ist selbstverständlich auch in Osterrönfeld möglich.“ Nach wie vor liefere das Unternehmen vom Rendsburg Port aus Türme für Windparks in Deutschland und Skandinavien. Daran werde sich vorerst nichts ändern, erklärt der Sprecher.

1929 wurde Bögl als reines Bauunternehmen gegründet. Inzwischen sieht sich die Firma als international tätiges Technologie- und Dienstleistungsunternehmen. An über 35 Standorten weltweit arbeiten 6000 Beschäftigte. Hauptsitz ist Sengenthal im Oberpfälzer Landkreis Neumarkt, südöstlich von Nürnberg.

Neben Türmen für Windkraftanlagen baut das Unternehmen nach einer Übersicht auf seiner Internetseite auch Teile für Stadiondächer, Parkhäuser, Fassaden, Tunnel, Brücken und Bahnübergänge. Zurzeit allerdings nicht in Osterrönfeld. Ausschließen mag das Unternehmen eine solche Produktion am Rendsburg Port allerdings nicht. Bögl-Sprecher Jürgen Kotzbauer: „Die Firmengruppe Max Bögl beobachtet konsequent den Markt für Betonfertigteilprodukte. Daher könnten zur gegebenen Zeit im Werk Osterrönfeld auch noch andere Produkte aus dem Haus Max Bögl produziert werden. Kurzfristig werden wir aber an der Produktion von Windtürmen festhalten.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3