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Bestes Jahr für Schwerlasthafen

Rendsburg Port am NOK Bestes Jahr für Schwerlasthafen

2015 war das bisher beste Jahr für den Schwerlasthafen Rendsburg-Port. Der Umschlag sei deutlich angestiegen, erstmals habe der Hafen einen Ertrag erwirtschaftet, sagt Frank Schnabel, Geschäftsführer der Betreiber-Gesellschaft.

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Seit Dezember schlägt der Schwerlasthafen Rendsburg Port auch Flügel für Windkraftanlagen um.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. 2012 bei der Eröffnung des Schwerlasthafens war die Skepsis groß. Repower kassierte seine Zusage zum Bau einer Produktionsstätte, die für Umschlag sorgen sollte. Der bayerische Betonbauer Bögl war noch nicht in Sicht, inzwischen produziert er am Hafenrand Masten für Windkraftanlagen und sorgt für Betrieb am 300 Meter langen Kai. Nun schlagen auch Enercon, Tennet, Bauunternehmen und die Industrie im Hafen Flügel für Windräder, Transformatoren fürs Stromnetz, Fertigbauteile und Anlagen um.

Das bislang schwerste Teil kam im August vergangenen Jahres per Schiff und rollte auf einem Schwerlasttransporter zur Tennet-Umspannstation bei Schacht-Audorf, ein 265-Tonnen-Trafo, ein eigens herangeschaffter Kran musste ihn vom Frachter heben.

„Es ist das beste Jahr bisher“, sagte Frank Schnabel, Geschäftsführer beim Hafenbetreiber Rendsburg Port GmbH, am Mittwoch. Er fühlt sich bestätigt. „Wir haben immer gesagt, wir glauben an diesen Hafen. Dieser Hafen hat einen Platz im Markt.“ Der private Hafenbetreiber und die kommunale Eigentümer-Gesellschaft haben 2015 insgesamt rund 200000 Euro investiert. Schnabel: „Das wird auch so weitergehen.“

Den Umschlagsrekord will der Geschäftsführer nicht überbewerten. Genaue Zahlen zu Umschlag und Ertrag nennt er nicht.„Es ist eine ganz normale Anlaufphase. Wir hoffen, dass wir das stabilisieren können. Wir haben noch viel Potenzial.“ Ziel sei, künftig ein jährliches Umsatzplus von drei Prozent zu erwirtschaften. „Auf dem Weg sehen wir uns.“

Es gehe auch darum, neue Kunden zu gewinnen und den Güterumschlag auf eine breitere Basis zu stellen. So würden erstmals seit Mitte Dezember Rotorblätter für Windkraftanlagen mit Schiffen aus Portugal und Niedersachsen angeliefert und per Lkw an die schleswig-holsteinische Westküste gefahren.

Eigentümer des Hafens, seinen Kränen und Maschinen sind Rendsburg, Osterrönfeld und der Kreis, die in der Rendsburg Port Autority zusammengeschlossen sind. Sie machen nach wie vor Verluste, sagt Authority-Geschäftsführer Kai Lass. Im vergangenen Jahr sei es eine knappe Million gewesen im Jahr davor eine gute Million. Abschreibungen, Kreditzinsen und Abträge seien die Ursache.

Die öffentliche Hand habe rund 40 Millionen Euro in den Hafen und ein angrenzendes 80 Hektar großes Gewerbegebiet investiert, sagt Lass. Nach 2021 wolle die Eigentümergesellschaft keine Verluste mehr machen.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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