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Trocken und geölt

Winterfestes Fahrrad Trocken und geölt

Vorsicht, Winterreifen, notfalls auch Spikes: Das rät Dieter Niederdellmann vom Rendsburger Bicycle Club Radfahrern bei Eis und Schnee. Wer sein Rad überwintern lassen will, muss es vorher putzen und ölen. Sonst rosten Kette und Zahnräder. Und: Das Rad sollte möglichst trocken und frostfrei stehen.

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 Dieter Niederdellmann, der Vorsitzende des Rendsburger Bicycle Clubs, putzt die Kette seines Tourenrades mit einem fusselfreien Tuch.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Dieter Niederdellmann ist neben seinem Montainbike in die Knie gegangen. Mit der rechten Hand dreht er die Pedale im Leerlauf rückwärts. In der linken Hand hat er ein fusselfreies, leicht geöltes Tuch, durch das er locker die Kette gleiten lässt. Wer sein Fahrrad im Schuppen - besser noch - im frostfreien Keller überwintern lassen will, darf das nicht vergessen: Mit einer Bürste Kette und Zahnräder reinigen, trocknen und ölen. „Kette und Ritzel sind ja ganz normale Stahlteile, die rosten können. Öl schützt mit einem Film vor Rost.“

Auch die Schaltung putzt der Pensionär. Selbst die Laufräder nimmt er ab, reinigt „alle Ecken und Kanten“. Bisweilen auch mit dem Gartenschlauch. Nie mit dem Hochdruckreiniger. Denn der könnte feinen Dreck in die Lager pusten. In sechs Stunden putzt der Rendsburger vier Räder. Ob sie dann im Winterlager stehen oder hängen sei egal.

Seine Frau Esther und er haben insgesamt zehn Räder - Tourenräder, Rennräder, Mountainbikes. Dieter Niederdellmann ist Vorsitzender des 145 Mitglieder zählenden Radsportvereins Rendsburger Bicycle Club.

Nicht alle Fahrräder gehen bei den Niederdellmanns ins Winterlager. Auch bei Matsch, Schnee und Frost treten sie in die Pedale. In langen Eisperioden greifen sie zu Mänteln mit Spikes. Für den Alltag empfiehlt der Rendsburger fürs Tourenrad ein Winterprofil mit groben Stollen. „Mountainbikes haben das sowieso. Da braucht man nichts zu tun.“ Ist er mit dem Rennrad unterwegs, tauscht der Pensionär demnächst die glatten Mäntel gegen solche mit Profi. Bei nassem Laubmatsch nutze dagegen das beste Profil nichts. „Da hilft auch kein Winterreifen. Das ist wie Schmierseife. Deshalb immer den Straßenbelag beobachten.“

Kleidung mit Reflektoren helfe in der Dunkelheit. Der Vereinsvorsitzende streift dann seine Warnweste über. Und er rät zum Kälteschutz. „Die Hände werden als erstes kalt.“ Also Handschuhe und winterfeste Schuhe anziehen. Und unter dem Helm eine Mütze tragen, „die Ohren sind ja sonst frei“.

Wer sein Fahrrad lieber überwintern lässt, hat im Frühjahr wieder zu tun: „Die schon vor dem Winter geschmierte Kette, die hoffentlich nicht gerostet ist, trocken wischen und nachölen.“ Mit derlei gründlicher Rundumpflege sieht Niederdellmann sich in der Minderheit. „Ich glaube, nur zehn Prozent der Menschen machen das.“

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Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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