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Schwebefähre restlos abgehängt

Rendsburg Schwebefähre restlos abgehängt

Die Rendsburger Schwebefähre ist komplett von der Eisenbahnhochbrücke abgehängt. Zwei schwere Kräne hoben an diesem Dienstag die letzten Teile des Antriebswagens herunter. Schwerstes Stück war eine 15 Tonnen schwere Stahlkonstruktion. Entgegen ursprünglichen Plänen konnte sie nicht auf einen Ponton geladen werden.

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Stück für Stück seilen zwei Kräne den letzten Rest des Antriebswagens der Schwebefähre von der Rendsburger Eisenbahnhochbrücke ab.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Geschafft: Jetzt ist die Rendsburger Schwebefähre komplett von der Eisenbahnhochbrücke abgehängt. Zwei schwere Kräne hoben an diesem Dienstag die letzten Teile des Antriebswagens aus 40 Metern Höhe herunter. Schwerstes Stück war eine 15 Tonnen schwere Stahlkonstruktion, die wie eine Klammer unter der Brücke hing. Als nächstes untersuchen Spezialisten auf dem Bauhof des Wasser- und Schifffahrtsamts (WSA) in der Rendsburger Blenkinsopstraße die Schäden an der Schwebefähre, die Anfang des Jahres mit einem Frachter kollidiert war. Die eigentliche Schwebefähre liegt bereits seit einer Woche dort.

Der Tag fing am Dienstag auf der Baustelle am Osterrönfelder Ufer früh an. Gegen 6 Uhr fuhren zwei Kräne vor. Ihre Aufgabe: Die letzten schweren Teile des Fährantriebs von der Rendsburger Hochbrücke heben. Bereits am Vortag hatten Arbeiter einer Nortorfer Spezialfirma rund 400 schwere Bolzen, die die beiden vier und 15 Tonnen schweren Strahlkonstruktionen zusammen hielten, abgeschraubt beziehungsweise gelockert.

Die heiße Phase begann dann am Vormittag mit einer fast zweistündigen Verspätung. Einer der beiden Kräne seilte das leichte Teil ab und legte es zunächst auf der Wiese neben der Eisenbahnhochbrücke nieder. Zugleich steuerte der WSA-Schlepper „Butt“ einen Schwimmponton zur Baustelle. Schlepper und Ponton hatten abrufbereit im Hafen  des nahe Bauhofs an der Blenkinsopstraße gewartet. Kaum hatte der Kran das vier Tonnen schwere Teil auf die Plattform gepackt, steuerte der Verband den gegenüberliegenden Kreishafen an. Dort wartete er auf die nächste Aufgabe, das 15 Tonnen schwere Stahlgerüst.

Jetzt waren die beiden Kräne nötig. An Traversen hängten Arbeiter die schwere Konstruktion, entfernten die Sicherungen und Stück für Stück sank das Teil herab, immer wieder bewegt vom Wind. Gegen 13.30 Uhr parkten die Kräne die Konstruktion am Ufer. Der Versuch, auch das 15-Tonnen-Teil auf den Ponton zu legen, scheiterte am späten Nachmittag. Die Arbeiten wurden abgebrochen. Es  sei momentan unklar, wann die Konstruktion verladen und in den Bauhof gebracht wird, erklärte WSA-Sprecher Matthias Visser danach.

„Ich bin dankbar, dass wir soweit sind und die Fähre jetzt komplett abgehängt ist“, sagte Visser dennoch. „Jetzt haben wir eine Situation, die uns erlaubt, nach vorne zu schauen. Das heißt, wir können den Schaden genau analysieren und festlegen wie es weitergehen soll.“ Bisher geht die Kanalbehörde davon aus, dass das Wrack der Schwebefähre noch reparabel ist. Sie rechnet aber mit Kosten in Millionenhöhe.

Bis zu diesem Donnerstag können sich Unternehmen beim WSA melden, die eine schwimmende Fähre in Rendsburg über den Kanal pendeln lassen wollen. Interessenten haben sich bereits gemeldet, sagte WSA-Sprecher Matthias Visser am Dienstag. Ziel der Kanalbehörde sei dabei, eine Fähre nur dann einzusetzen, wenn der benachbarte Fußgängertunnel ausfällt. Was das genau bedeutet, würde dann ein Vertrag regeln, sagte Visser. Dabei sei jetzt noch nicht klar, ob eine Fähre kommt. Möglich sei auch der Einsatz eines Busses.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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