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Zurück in die Selbstständigkeit?

Schule Nobiskrug Zurück in die Selbstständigkeit?

Seit 2008 ist die Schule Nobiskrug im Stadtteil Schleife angegliedert an die Schule Obereider in der benachbarten Parksiedlung. Nun will die Stadtverwaltung wieder die Selbstständigkeit. Sie hat die Obereider-Schulleiterin Jana Jeß an ihrer Seite.

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Die Schule Nobiskrug im Stadtteil Schleife in Rendsburg ist seit 2008 nicht mehr selbstständig.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Seit 2008 besuchen nur noch Grundschüler die Schule Nobiskrug in der Nobiskrüger Allee. Die Hauptschule lief damals aus, und Nobiskrug wurde der Obereiderschule angegliedert. Zeitweise war im Gespräch, dass die Stadt das Gebäude ganz aufgibt und die Kinder aus dem Stadtteil Schleife in die Schule Obereider auf der anderen Seite der viel befahrenen Kieler Straße gehen.

Die Lage hat sich geändert. Die Schule Nobiskrug ist kein Auslaufmodell mehr. Mittlerweile sind dort das Familienzentrum des evangelischen Kirchenkreises und eine Kita mit Waldgruppen eingezogen, beschreibt Herbert Schauer, Leiter des zuständigen Fachbereichs im Rathaus, die Entwicklung.

„Dieses Familienzentrum soll wachsen“, sagt Jana Jeß, die Leiterin der Schule Obereider. Dazu brauchen die Kirche einen „permanenten Ansprechpartner“ der Schule. Jana Jeß: „Das ist nicht mal eben von hier aus der Schule Obereider zu machen. Es geht um die Identifizierung. Man kann nicht für eine Sache brennen, wenn man nicht vor Ort ist.“ 

Das Familienzentrum habe einen ständigen Ansprechpartner der Schule in der Nobiskrüger Allee verdient. So gehe es darum, gemeinsam pädagogische Konzepte voranzutreiben. Da sei voller Einsatz in den beiden als problematisch geltenden Stadtteilen Parksiedlung und Schleife nötig. Mit einer eigenen Schulleitung in Nobiskrug wären eine gemeinsame Elternarbeit mit dem Familienzentrum oder die Absprache bei der Nutzung von Räumen einfacher, sagt Schauer.

Schon einmal hatte die Verwaltung vor zwei Jahren vorgeschlagen, die Nobiskrug wieder selbstständig zu machen - ohne Erfolg. Inzwischen ist das Familienzentrum aber im Haus und die Kirche wolle eine selbstständige Schule als Partner, sagt Schauer. „Dann sind die Wege kürzer.“

Es gebe auch nicht die Gefahr, dass die Grundschule Nobiskrug kurzfristig unter sinkenden Schülerzahlen zu leiden hätte. Er rechne bis zum Jahr 2020 dauerhaft mit „mindestens 80 bis 100“ Kindern in den Klassen, sagte der Beamte. Damit sei der Standort zu sichern. „Ich habe weniger Sorge in der Schleife als in der Parksiedlung.“

Der zuständige Bildungsausschuss soll sich am Mittwoch mit der Sache befassen. Endgültig entscheiden soll die Ratsversammlung im Oktober.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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