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Schwebefähre komplett frei

Staatsanwaltschaft Schwebefähre komplett frei

Völlig überraschend hat die Staatsanwaltschaft die Beschlagnahme der Schwebefähre am Donnerstagnachmittag komplett aufgehoben. Damit hat das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) freie Hand. Nun werde die Demontage des Wracks vorbereitet, sagte WSA-Chef Schnell, der am Abend über den Schritt der Justiz informierte.

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Gutachter inspizieren die verunglückte Schwebefähre.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg.  „Das ist die gute Nachricht des Tages“, sagte Dieter Schnell am Abend zum Ende der Beschlagnahme. „Das macht Mut, dass wir vorankommen. Nun haben wir die volle Verfügungsgewalt über die Fähre.“ Firmen, die Angebote für die Demontage abgeben wollen, „können nun vorbehaltlos kommen“. Ob das Wrack, wie geplant, noch im März abgehängt und zur weiteren Untersuchung auf den nahe gelegenen Bauhof seiner Behörde gebracht werden kann, hänge nun von den Firmen ab.

Erstmals seit der schweren Kollision mit einem Frachter Anfang Januar war ein von der Staatsanwaltschaft beauftragter Gutachter am Donnerstagvormittag an Bord der Rendsburger Schwebefähre gegangen – unter anderem begleitet von einem Polizeibeamten, einem Mitarbeiter der Kanalverwaltung sowie dem Anwalt des Fährführers. Die Männer fotografierten, notierten, inspizierten den Führerstand und die demolierte Radaranlage auf dem Dach. Seit der Kollision liegt die Fähre aufgebockt am Osterrönfelder Ufer des Nord-Ostsee-Kanals.

Am Wrack nahm der prominente Kieler Jurist Gerald Goecke gegenüber dieser Zeitung den schwer verletzten und seit dem Unglück traumatisierten Fährführer in Schutz. Es gebe „keinen Anhaltspunkt für eine subjektive Sorgfaltswidrigkeit“ seines Mandanten. Goecke geht davon aus, dass der Fährmann „nicht gegen seine Vorgaben und Pflichten verstoßen hat“. 

Zu dem Zeitpunkt war die Freigabe des Wracks durch die Staatsanwaltschaft noch nicht absehbar. Seine Behörde ermittele weiter gegen den Fährführer, es gebe den Anfangsverdacht, dass er die Kollision fahrlässig verursache habe, sagt Oberstaatsanwalt Manfred Schulze-Ziffer.

Bei der Suche nach der Unfallursache ist auch entscheidend, welche Informationen das Radar gab und wie die Sicht des Fährführers auf den Kanal war. Es war zum Zeitpunkt des Unfalls am 8. Januar gegen 6.40 Uhr finster. Sprühregen ging nieder, es gab Windböen, zuvor hatte es Schneeregen gegeben, sagt der Büdelsdorfer Wetterbeobachter Michael Green. Auf der Schwebefähre befindet sich nur am vorderen Fenster der Kanzel ein Scheibenwischer, nicht an den Seitenscheiben.

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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Rendsburger Schwebefähre
Foto: Auf den Tag genau vor zwei Monaten kollidierte die Rendsburger Schwebefähre mit einem Frachter, der auf dem Nord-Ostsee-Kanal fuhr.

Das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) will das Wrack der Rendsburger Schwebefähre an einem einzigen Tag von der Eisenbahnhochbrücke abhängen lassen. Die Arbeiten sollen Dienstag früh beginnen. Mehrere Tage dagegen soll der Abbau des Antriebs auf der Brücke dauern. Stück für Stück sollen Kräne das Teil abseilen.

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