20 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Justiz gibt Schwebefähre frei

Rendsburg Justiz gibt Schwebefähre frei

Die Staatsanwaltschaft hat eine Teilfreigabe für das Wrack der Schwebefähre erteilt. Jetzt können Spezialisten untersuchen, wie eine Demontage möglich ist. Bisher ging das nicht, und das Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) fürchtete um seinen Zeitplan. Jetzt ist die Behörde wieder optimistisch.

Voriger Artikel
„Wurst mit Panoramablick“ ist nun Geschichte
Nächster Artikel
Flüchtlinge stürmen Deutschkurse

Nur das Führerhaus der Schwebefähre dürfen die Spezialisten nicht betreten.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. Auf die Fähre und auf die Eisenbahnhochbrücke, wo sich der Antrieb befindet, dürfen nun die Spezialisten von drei Firmen, sagte WSA-Sprecher Matthias Visser am Dienstag. Das sei die Voraussetzung dafür, dass die Firmen Angebote für die Demontage der Fähre abgeben können. Die Kanzel der Fähre mit ihrem Führerstand habe die Staatsanwaltschaft allerdings nicht frei gegeben, sagte Visser weiter. Für die Untersuchungen sei das aber auch nicht nötig. Wann die Firmen kommen, konnte der Sprecher konnte am Dienstag noch nicht sagen.

Visser zeigte sich optimistisch. Nach der teilweisen Freigabe durch die Staatsanwaltschaft habe das WSA jetzt keine Hinweise darauf, dass der Zeitplan der Behörde scheitert.  Anfang Februar sah das noch anders aus. „Es wird langsam eng“, sagte Visser da. „Wir brauchen die Freigabe der Fähre.“

Das Wrack soll im März abgehängt werden und auf einem Ponton zum nahe gelegenen Bauhof des WSA in der Rendsburger Blenkinsopstraße schwimmen, wo Ingenieure die Schäden untersuchen wollen. Ob die Fähre reparabel ist, sei noch nicht klar, seine Behörde gehe aber davon aus, sagte Visser. Unterdessen will eine Delegation mit Politikern aus dem Raum Rendsburg am Donnerstag ins Berliner Verkehrsministerium fahren und sich dort für den Erhalt der Schwebefähre einsetzen. Der Hauptforderung hat der Bund längst zugestimmt.

Die Fähre war Anfang Januar mit einem auf dem Nord-Ostsee-Kanal fahrenden Frachter zusammengeprallt. Die Staatsanwaltschaft hatte das Wrack danach zur Ermittlung der Unglücksursache beschlagnahmt.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Nord-Ostsee-Kanal
Foto: Schwimmen statt schweben: Die Rendsburger Schwebefähre ist sicher auf dem Schwimmponton gelandet.

Sicher gelandet: Nach rund sechs Stunden war das Wrack der Rendsburger Schwebefähre an diesem Dienstag von der Eisenbahnhochbrücke abgehängt, auf einem Schwimmponton in den Bauhof des Wasser- und Schifffahrtsamts (WSA) gebracht und dort von einem 220-Tonnen-Kran ans Ufer gehoben worden.

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3