19 ° / 7 ° heiter

Navigation:
Mehr Geld von weniger Besuchern

Schwimmzentrum in Rendsburg Mehr Geld von weniger Besuchern

Die höheren Eintrittspreise und flexiblen Öffnungszeiten im Schwimmzentrum an der Untereider wirken. Das Defizit sinkt leicht. Im vergangenen Jahr betrug das Minus rund 1 Million Euro, gut 100.000 Euro weniger als im Vorjahr. Aber Besucher bleiben weg.

Voriger Artikel
Autounfall nach Ausweichmanöver für Katze
Nächster Artikel
Die Betreuung wird teurer

Das Schwimmzentrum an der Untereider in Rendsburg.

Quelle: Jörg Wohlfromm

Rendsburg. Teils drastisch stiegen die Preise im Schwimmzentrum zum 1. März 2015. So kostet seitdem die Tageskarte für Erwachsene 5 statt bis dahin 4 Euro. Kinder und Jugendliche zahlen inzwischen 2,50 statt 2 Euro. Der Feierabendtarif im Freibad steigt für Erwachsene von zwei auf drei Euro. Das brachte zwar mehr Geld in die Kasse, aber weniger Besucher.

Im vergangenen Jahr besuchten nach Angaben der Stadtwerke rund 206.000 Menschen das Zentrum mit Hallen- und Freibad sowie Sauna. Im Jahr davor waren es rund 21.000 mehr. Für die Stadtwerke kommt das nicht überraschend, sie hatten mit dem Rückgang der Besucherzahlen gerechnet. Der Abwärtstrend setzte sich bisher in diesem Jahr nicht fort. Die Zahlen haben sich stabilisiert. Bis einschließlich Mai kamen nach einer Übersicht der Stadtwerke rund 97.000 Badegäste, das waren etwa 1.500 mehr als im Vergleichszeitraum des vergangenen Jahres.

Durch die höheren Preise sind die Einnahmen gestiegen - von 735.000 Euro im Jahr 2014 auf knapp 800.000 Euro im vergangenen Jahr. Darin enthalten sind nicht nur die Eintrittsgelder sondern auch Gebühren für Schwimmkurse, Preise für Sauna und Sonnenbänke sowie Provisionen, die der private Kioskbetreiber für den Verkauf von Getränken und Speisen abführen muss.

Im laufenden Jahr rechnet Helge Spehr, der Geschäftsführer der Rendsburger Stadtwerke, mit einem steigenden Defizit - und zwar auf den Stand vor der Preiserhöhung. Das liege an gestiegenen Personalkosten, zehn bis 20 Stunden mehr pro Woche seien nötig. Weil zunehmend Flüchtlinge ins Bad kommen und nicht klar sei, wie gut sie schwimmen können, steige der Aufsichtspflicht. Und: Zurzeit gebe es keine Berichte über sexuelle Belästigung im Bad. Er führe das auf Schulung des Personals zurück.

Ärger machten dagegen die im vergangenen Jahr im Freibad eingeführten flexiblen Öffnungszeiten. Bei schlechten Wetter ist es nur in den frühen Morgen- und den Abendstunden geöffnet. 

Besucher stünden dann vor geschlossener Tür. Spehr: „Es gibt Beschwerden.“ Die Stadtwerke wollten dennoch an den flexiblen Zeiten festhalten, planten aber eine Besucherbefragung.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

Eckernförder Bucht

Schiffspositionen in
der Eckernförder Bucht,
dem NOK & der Ostsee

Events: Rendsburg

Veranstaltungen in
Rendsburg. Aktuelle
Termine, News, Infos

Anzeige
Mehr aus Nachrichten aus Rendsburg 2/3