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Verdi-Mitglieder planen Bürgerentscheid

Neue Heimat in Rendsburg Verdi-Mitglieder planen Bürgerentscheid

Die geplante Teilprivatisierung der Seniorenanlage Neue Heimat in Rendsburg gerät ins Wanken. "Wir streben ein Bürgerbegehren an", kündigte Ulrike Klinger, die Vorsitzende des Personalrats, am Donnerstag an. Hinter der Initiative stünden drei Angestellte. Die Gewerkschaft Verdi leiste Rechtshilfe.

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Noch gehört die Seniorenwohnanlage Neue Heimat in der Schleswiger Chaussee der Stadt Rendsburg alleine.

Quelle: Hans-Jürgen Jensen

Rendsburg. Ziel sei es, die Neue Heimat auch künftig als reinen Eigenbetrieb der Stadt Rendsburg weiterzuführen, erklärte Ulrike Klinger. Die Initiatoren haben nach ihren Worten bereits Kontakt mit der Kommunalaufsicht des Innenministeriums aufgenommen. Dessen Sprecher Dirk Hundertmark bestätigte das. In der kommenden Woche solle das Rathaus schriftlich und offiziell über das angestrebte Bürgerbegehren informiert werden, kündigte Ulrike Klinger an.

Infostände mit Unterschriftenlisten

"Dann werden wir ordentlich loslegen." An Informationsständen wollen Mitarbeiter, Bewohner und Verdi Unterschriften sammeln - rund 2000 seien nötig, um im nächsten Schritt einen Bürgerentscheid durchzusetzen. Dann würden die Rendsburger über die Zukunft der Neuen Heimat direkt abstimmen.

Knappe Mehrheit in Ratsversammlung

Im Juli hatte die Rendsburger Ratsversammlung mit knapper Mehrheit eine Vorentscheidung über die Zukunft der Neuen Heimat getroffen. Demzufolge soll die Stadt mit dem Verein Die Brücke über einen Managementvertrag und die Übernahme des Tagesgeschäfts verhandeln und Ergebnisse bis zum Jahresende vorlegen. Die Mehrheit will so das Defizit der Neuen Heimat verringern. Im laufenden Jahr rechnet die Stadt mit einem Minus von knapp 1,2 Millionen Euro.

CDU warnt, SPD begrüßt

CDU-Fraktionschef Thomas Krabbes: "Die Neue Heimat hat nur eine Zukunft mit einem verlässlichen und starken Partner. Alleine werden wir diese Einrichtung nicht auf Dauer halten können." SPD-Fraktionschef René Sartorius: "Wir unterstützen das Bürgerbegehren. Wir wollten immer, dass die Neue Heimat städtisch bleibt."

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Ein Artikel von
Hans-Jürgen Jensen
Holsteiner Zeitung

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